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Mehr Nachhaltigkeit bei Zimmerpflanzen

Züchter von Zimmerpflanzen setzen auch in diesem Winter auf neue Größen und Farben sowie Nachhaltigkeit. Mit speziellen Verkaufskonzepten unterstützen sie den Handel zudem bei der Vermarktung am POS.

Der niederländische Orchideen-Produzent Sion ist bekannt für seine ausgefallenen und modernen Züchtungen.
Der niederländische Orchideen-Produzent Sion ist bekannt für seine ausgefallenen und modernen Züchtungen.
Foto: Sion

Ob Topf-Rosen, Kalanchoe oder Alpenveilchen: Sobald im Garten oder auf dem Balkon die letzten Blumen verblüht sind, sorgen Zimmerpflanzen für eine angenehme Atmosphäre und Farbakzente im Innenbereich, die sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) war im Jahr 2017 die Orchidee – zumindest gemessen an den Umsätzen – die beliebteste blühende Zimmerpflanze der Deutschen. Dass sich Orchideen von einer exotischen Rarität zum massentauglichen Produkt entwickelt haben, hängt vor allem damit zusammen, dass die Züchter in der Vergangenheit verschiedene Gattungen mit unterschiedlichen Eigenschaften gekreuzt haben. Dadurch sind wiederum neue Sorten entstanden, die sowohl schön als auch relativ pflegeleicht sind. Doch damit nicht genug. Es kommen immer neue Sorten mit unterschiedlichen Grundfarben, Farbverläufen und Musterungen auf den Markt, die sich als elegantes Dekorationselement einsetzen lassen. Den Züchtern mangelt es dabei nicht an Experimentierfreude. Durch die immer größer werdende Auswahl findet jeder Kunde die Orchidee, die zu seiner individuellen Innenraumgestaltung passt. Die neue Sorte ‚Scention‘ des niederländischen Orchideen-Produzenten Sion zeichnet sich beispielsweise durch einen Farbverlauf von Kupfer bis Lachs aus. Die Blüten der Neuheit ‚Euphoria‘ sind hingegen weiß mit verschiedengroßen Sprenkeln in zwei Lilatönen.

Umweltschutz rückt in den Fokus

Die neuen Azaleen-Sorten ‚Multicolor‘ der Serie ‚Hortinno‘ kombinieren bis zu vier verschiedene Farbtöne.
Die neuen Azaleen-Sorten ‚Multicolor‘ der Serie ‚Hortinno‘ kombinieren bis zu vier verschiedene Farbtöne.
Foto: Eurofleurs Elbers/Hortibreed

Neben der Optimierung von Qualität und Aussehen achten die Züchter bei der Produktion jedoch auch stärker auf Nachhaltigkeit. Sie reagieren damit auf die Anforderungen des Marktes. Immer mehr Kunden greifen auch bei Zimmerpflanzen lieber zu „grüneren“ Alternativen. Zum Beispiel setzt der belgische Züchter Hortibreed bei seinen Zimmer-Azaleen der Serie ‚Hortinno‘ ausschließlich auf hochwertige Varietäten, die umweltfreundlich angebaut und strengen Qualitätskontrollen unterzogen werden. Hortibreed nimmt zudem am nationalen Umweltschutzprogramm ‚Vlaams Milieuplan Sierteelt‘ teil. Dieser Weiterentwicklung hin zu einer nachhaltigeren Produktion schließen sich weitere Züchter an. Jungpflanzen stammen häufiger aus kontrollierter, gentechnikfreier Vermehrung und wachsen in einer torffreien Substratmischung auf. Zudem wird bei der Aufzucht deutlich stärker darauf geachtet, Ressourcen zu schonen, beispielsweise durch eine Reduktion des Wasserverbrauchs. So hat etwa der niederländische Cyclamen-Produzent Persoon Potplanten das MPS-GAP-Zertifikat erhalten. Dieses wird etwa vergeben, wenn ein Betrieb verantwortungsbewusst mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln umgeht bzw. deren Verwendung deutlich einschränkt.

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31.10.2018

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