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Ziegler auf Expansionskurs

Neue Produktionsanlage für die Holzfaserherstellung und Erwerb von Biomasseheizkraftwerk. Weitere Produktionsstätten bereits in Planung

Ziegler Holzfaserproduktion
Mit dem neuen Holzfaserwerk will Ziegler seine Kompetenz in Torfersatzstoffen stärken.
Foto: Gregor Ziegler GmbH

Ziel des Ausbaus ist eine noch größere Kundennähe sowie eine möglichst CO2-neutrale Produktion. Mit dem neuen Produktionsstandort, an welchem ab sofort Holzfaser für die torffreien Substrate und Erdenprodukte des Unternehmens produziert wird, reagiert der Mittelständler auf die aktuelle Marktentwicklung: Der Anteil dieser Produkte legt kontinuierlich zu. „Damit steigt zeitgleich die Nachfrage nach Holzfaser - einem der wichtigsten Torfersatzstoffe – weiter,“ so Geschäftsführer Matthias Ziegler.

Produktion mit grünem Strom

Dem neuen Produktionsbetrieb ist ein Biomasseheizkraftwerk angegliedert. Pro Jahr werden dort etwa 200.000 Tonnen Dampf erzeugt, aus denen rund 40.000 MWh „grüner Strom“ entstehen. Hierfür verarbeitet die Anlage circa 75.000 Tonnen naturbelassene Hölzer aus der Landschaftspflege, die mehr als 40 Betriebe aus der Region liefern. Die großen Mengen an Energie werden nachhaltig und CO2-reduzierend für die Produktion der hauseigenen Holzfaser „Timpor“ eingesetzt. Die in Rheinmünster hergestellte Faser unterliegt zudem den engen Überwachungsparametern der Bio Grünstempel Ökokontrollstelle. Derzeit laufen zudem die RAL- und RHP-Zertifizierung, zwei weitere, anerkannte Gütezeichen für qualitativ hochwertige Substrat-Ausgangsstoffe.

Neue Märkte im Visier

Die Expansion in Rheinmünster bedeutet für den Oberpfälzer Mittelständler zum einen, auf den Absatzmärkten in Baden-Württemberg sowie in den Nachbarländern Frankreich und Schweiz Flagge zu zeigen und neue Märkte zu erschließen. Zum anderen kämen kundennahe Standorte der Wertschöpfungskette durch kürzere Lieferzeiten und Kostenersparnis zu Gute.

12.04.2019