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Wettbewerb im Gartenfachhandel verschärft sich

Nicht nur der E-Commerce, sondern auch Möbelhandel, LEH und Discounter wollen am Trend Garden-Living profitieren.

Gartenszene
Der Trend Garden Living ruft neue Wettbewerber auf den Plan.
Foto: pixabay

Eine positive Entwicklung hat 2018 der Gartengesamtmarkt vollzogen. Zu diesem Schluss kommt unter anderem der gerade veröffentlichte Jahresbericht 2019 des Industrieverband Garten (IVG) e.V.. Er bescheinigt dem Segment ein Wachstum um 0,7 Prozent bei einem Gesamtvolumen von rund 18,5 Milliarden Euro. Noch positiver fiel die brandneue Betrachtung von Branchenanalyst Klaus Peter Teipel anlässlich des 18. IVG-Medientages in Köln aus. Demnach entwickelte sich insbesondere Gartenhartware, die 36,8 Prozent vom Gesamtmarkt ausmacht, mit plus 2,8 Prozent gut auf 6.8 Milliarden Euro. Grün (54,3 Prozent Anteil am Gesamtmarkt) konnte um 0,8 Prozent auf 10 Milliarden Euro zulegen und Biologisch/Chemischer Bedarf (neun Prozent am Gesamtmarkt) um 0,9 Prozent auf gut 1.6 Milliarden Euro. Nach Sortimenten entwickelten sich Garten- und Balkonmöbel mit plus 4,3 Prozent gut, ebenso Holz und Wasser im Garten (+ 3,6 Prozent), wohingegen Grün Outdoor inklusive Saatgut nur einen Zuwachs von 2,2 Prozent erzielte, Gartengeräte/-maschinen und Zubehör 1,5 Prozent und das Segment Grillen im Garten 1,7 Prozent.

Garden Living begünstigt Möbelhandel

Der Blick auf die Vertriebslinien verrät, dass neben den Fachgartencentern, die laut IVG-Bericht um 2,6 Prozent wachsen konnten, den Bau- und Heimwerkermärkte (+ 2,5 Prozent) sowie dem Garten- und Landschaftsbau (+ 2,3 Prozent) vor allem der Internet- sowie Möbelhandel mit 8,2 bzw. 5,9 Prozent deutlich zulegten. Teipel geht davon aus, dass diese Entwicklung anhalten wird. Dies vor allem deshalb, weil sich die Präferenz der Verbraucher hinsichtlich des Gartens verändert. Dieser wandele sich immer mehr vom Arbeits- zum Freizeit- und Rückzugsort, heißt es. Dies wiederum beflügele Aspekte wie Garden Living und do it for me. Dazu würde die Ausstattung im Garten immer smarter. Auch für 2019 prognostiziert Teipel dem Gartenmarkt daher ein positives Wachstum, wenngleich auch ein weniger starkes. Insgesamt rechnet er nur noch mit plus ein Prozent, da sich ausgerechnet die in 2018 starken Segmenten Möbel und Ausstattung sowie Grillen infolge der aktuell getätigten Käufe abschwächen könnten. Der E-Commerce, auf den derzeit im Sortiment Garten zirka 1 Million Euro Umsatz entfallen, dürfte laut dieser Betrachtung ebenfalls weiter deutlich wachsen, wobei die Internet-Pure-Player, der Versandhandel Online, Hersteller Online, TV-Shopper Online mit einem Anteil von derzeit 39,3 Prozent auch weiterhin die Nase vorn haben dürften.

18.02.2019