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Viele Gartencenter dürfen unter bestimmten Voraussetzungen öffnen

+++ aktualisiert am 02. April +++ Aufgrund der Corona-Pandemie haben Bund und Länder massive Einschränkungen im öffentlichen Leben veranlasst. Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte können in vielen Städten weiter öffnen - sofern das Ansteckungsrisiko stark reduziert ist.

Corona-Pandemie Schild
Dieses Schild muss angesichts der Corona-Pandemie in den Filialen aufgehangen werden.
Foto: VDG/IVG/BHB/ZVG

Nach einem Beschluss von Bund und Ländern dürfen derzeit nur noch Einrichtungen zur Daseinsvorsorge weiter öffnen. Ausdrücklich NICHT geschlossen werden der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel.

Eine Öffnung der Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte ist demnach unter bestimmten Voraussetzungen in vielen Bundesländern - wenn auch nicht in allen - weiterhin möglich. Sie erfolgt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen.

Unterstützung für den grünen Fachhandel

Um ihre Mitglieder zu unterstützen, haben der VDG, der Zentralverband Gartenbau (ZVG), der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) und der Industrieverband Garten (IVG) gemeinsam ein Dokument mit konkreten Handlungsempfehlungen ausgearbeitet. Es wird regelmäßig aktualisiert. Zudem wurde ein ein Plakat erstellt, das Händler in ihren Filialen aufhängen sollen. Das Plakat kann hier heruntergeladen werden. In einer Dropbox sind alle relevanten Dokumente, darunter auch eine Vorlage für einen Brief an die lokale Politik inklusive Selbstverpflichtung, abgelegt und stehen zum Download zur Verfügung.
Wie der Verband Deutscher Garten-Center die aktuelle Situation grundsätzlich einschätzt (Stand 23. März), lesen Sie in dem Beitrag "Zusammenhalt und Kooperation".

Keine einheitliche Regelung

Der deutschlandweiten Regelung zum Trotz haben einige Bundesländer noch strengere Richtlinien festgelget, die auch die Öffnung von Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkten vorerst untersagen. In Bayern und Sachsen ist das seit dem 21. März 2020 der Fall. Auch Mecklenburg-Vorpommern hat zum 24. März eine Schließung angeordnet. In einzelnen Städten anderer Bundesländer wie in Osnabrück gelten ebenfalls Anweisungen, die Märkte zuzumachen. Darüber hinaus haben viele Gartencenter und Gärtnereien von sich aus ihre Schließung mitgeteilt. Als Reaktion auf die Anordnungen der Länder bzw. der Städte haben viele Händler eigene Abhol- und Lieferservices eingerichtet. Zudem wird verstärkt auf Online-Bestellungen gesetzt.

Nachdem in Niedersachsen die Abgabe von Waren an Privatkundinnen und Privatkunden zuerst ebenfalls untersagt war, ist dies ab Samstag, 4. April wieder möglich, Markt in Grün berichtete . Dies sei allerdings nicht als Lockerung zu werten, hieß es von Seiten der Landesregierung. Man reagiere vielmehr auf „unerwünschte Wanderungsbewegungen“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil, da es an den Landesgrenzen zu Einkaufstourismus gekommen war.

Anmerkung der Redaktion: Da sich die Situation bzgl. der Öffnung fortlaufend ändern kann, bitten wir für weitere Informationen die Hinweise der Bundesländer bzw. Kommunen zu beachten.

23.03.2020