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Startschuss für Konsumgütermessen

Das Frankfurter Messetrio Christmasworld, Paperworld und Creativeworld lockt ab morgen mit Neuheiten von mehr als 3.000 Ausstellern. Das Rahmenprogramm greift zudem aktuelle Gesellschaftstrends auf und schafft dadurch Perspektiven für den Handel.

Christmasworld
Die Christmasworld bietet Trend-Deko und saisonale Artikel.
Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH /Pietro Sutera

Das durch die Digitalisierung veränderte Konsumverhalten fordert ein Umdenken in den Konsumgüterbranchen rund um saisonale Dekoration und Festschmuck sowie Hobby-, und Kreativbedarf - Sortimente, die in vielen Gartencentern bereits zum Cross-Selling-Angebot gehören. Kunden erwarten vom stationären Handel ein breites Angebot, digitale Präsenz, Erlebnisse, Wohlfühlatmosphäre und persönliche Beratungsleistungen. Anregungen, wie man diesen Anforderungen gerecht werden kann, bekommt man in den kommenden Tagen in Frankfurt. Abgeleitet von den gesellschaftlichen Trends Urbanisierung, New Work und Individualisierung zeigt das Messetrio neue Chancen auf.

Digital getriebene Perspektiven

Nach Angaben des Marktforschungsinstituts IFH Köln gaben die Deutschen 2019 etwa 2,82 Milliarden Euro für Weihnachtsartikel aus. Das entspricht einem leichten Umsatzplus von 0,9 Prozent. Gesamtwirtschaftlich betrachtet nimmt die Bedeutung von Weihnachten kontinuierlich zu – besonders durch Aktionen wie Black Friday oder Cyber Monday. Allerdings ist das Weihnachtsgeschäft ebenso wie die ganzjährige Umsatzentwicklung fast aller Konsumgütermärkte onlinegetrieben. Das gilt besonders für den PBS-Markt, der weiterhin stabile Umsatzzahlen aufweist. Fachgeschäfte sind daher verstärkt auf neue Konzepte angewiesen: Gefragt sind zukunftsweisende Lösungen, die off- wie online intelligent verknüpfen, um das Einkaufen in den Innenstädten wieder attraktiver zu machen. „Genau an diesem Punkt setzen wir an und holen visionäre Partner auf unsere Messen, um einen Schritt voraus zu sein und den Branchen neue Impulse zu geben“, ergänzt Julia Uherek, Bereichsleiterin Consumer Goods, bei der Messe Frankfurt.

Christmasworld: Megatrend Urbanisierung

Wer wissen möchte, wie erlebnis-, convenience- und service-orientiertes Einkaufen in Zukunft aussehen kann und wie digitale Lösungen integriert werden können, sollte den „Retail BLVD“ in der Galleria 0 besuchen. Gemeinsam mit Experten des IFH Köln fokussiert dieser die Schritte bis zum Kaufimpuls und Kundenbindung. Abgeleitet von der IFH-Studie „Strukturwandel im Handel: Die Sicht des Konsumenten“ wird gezeigt, wie unterschiedliche Käufertypen und deren Bedürfnisse optimal bedient werden. Dabei geht es um konkrete Hilfestellungen und Tipps, die der Handel im eigenen Ladengeschäft umsetzen kann, Kurzvorträge und geführte Touren laden zum Erfahrungs- und Wissensaustausch ein. Google Deutschland bietet in diesem Rahmen auch kostenfreie Workshops zum Thema „Sichtbar werden im Internet“ an.

Paperworld: Megatrend New Work

Die Paperworld wirft einen Blick in die Zukunft. Zum Beispiel im „Büro der Zukunft“, das unter dem Motto „Smart Solutions“ steht. In Vorträgen und bei Ausstellern werden neue Kommunikationsmittel und Büroraumkonzepte vorgestellt, um smart und digital zusammen zu arbeiten. Das Impulsareal „Lernen der Zukunft“ beleuchtet einen weiteren wichtigen Gesellschaftstrend, nämlich das lebenslange Lernen. Dort werden den Besuchern analoge und digitale Lernkonzepte vorgestellt. Ob Digitalisierung und die damit einhergehenden neuen Entwicklungen, denen sich der Mensch anpassen muss, oder die Fortbildung in seinem persönlichen Berufsumfeld: es besteht ein steigendes Bedürfnis, sich individuell weiter zu entwickeln. Wie die Zukunft in Schulen und Bildungseinrichtungen aussieht, diskutiert die hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn (Die Grünen) mit dem ersten Dozentenroboter Yuki und Professor Jürgen Handke. Sie spricht am 27. Januar um 10:30 über neue Modelle des Lernens und den „Digitalpakt Schule“.

Creativeworld: Megatrend Individualisierung

Der Wunsch nach Individualität war maßgeblich dafür verantwortlich, dass es einen enormen Boom der DIY-Branche gab. Die Messe Frankfurt hat die Zeichen früh erkannt und die Creativeworld vor zehn Jahren als Fachmesse für den Hobby-, Bastel- und Künstlerbedarf etabliert. Hier tauschen sich die Kreativen dieser Welt aus, entwickeln gemeinsam Neues und vermitteln das Gefühl, dass DIY glücklich macht. Was der Handel braucht, um die individuellen Bedürfnisse der kreativen Kunden zu bedienen, findet er zum Beispiel im Konzeptareal „Urban Art Lab“: Hier wird er zu den angesagten Themen rund um Street Art und Graffiti geschult. Denn: Wer authentische und kompetente Beratung bietet, generiert mehr Umsatzpotenzial und bindet langfristig Kunden.

Öffnungszeiten
Christmasworld: 24.-27. Januar 2020 (9 bis 18 Uhr) und 28. Januar 2020 (9 bis 17 Uhr)
Paperworld: 25.-27. Januar 2020 (9 bis 18 Uhr) und 28. Januar 2020 (9 bis 17 Uhr)
Creativeworld: 25.-27. Januar 2020 (9 bis 18 Uhr) und 28. Januar 2020 (9 bis 17 Uhr)

23.01.2020