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Smart gärtnern drinnen wie draußen

Smart gardening ist immer gefragter. Dabei denken die meisten an Mähroboter und vergessen ganz was sonst noch gibt. Markt in GRÜN hat sich umgeschaut und berichtet von den Smarten Gartengeräte.

Ultraviolettes Licht hilft den Pflanzen beim Wachstum.
Ultraviolettes Licht hilft den Pflanzen beim Wachstum.
Foto: Christine Schonschek

Ob für Menschen ohne Garten oder zur Anzucht außerhalb der Saison: Indoor Gardening-Systeme erleben seit ein paar Jahren einen regelrechten Boom. Einige Hersteller solcher Systeme nutzten die Gelegenheit, um sich auf der als weltweit bedeutendsten Messe für Consumer Electronics und Home Appliances einem internationalen Publikum zu präsentieren. Dazu gehört zum Beispiel Plantui Oy, ein Unique Indoor Hydroponic Garden. Das finnische Food-Tech-Unternehmen möchte Gourmets dabei helfen, im Haus eigene Küchenkräuter oder auch Microgreens erfolgreich anbauen zu können. Dafür hat Plantui Oy ein softwaregesteuertes hydroponisches Konzept entwickelt, welches sich in Sachen Beleuchtung und Bewässerung an der jeweiligen Wachstumsphase der Pflanzen orientiert. Als Vertriebspartner in Deutschland arbeitet Plantui Oy mit Bosch zusammen. Über das Stuttgarter Unternehmen soll SmartGrow ab Dezember vertrieben werden – in den Ausführungen MSGP3 mit Platz für drei und MSGP6 für sechs Saatkapseln. Zudem sehen die Planungen von Bosch vor, noch eine eigene App mit personalisierten Empfehlungen, Rezepten und Tipps dazu zu entwickeln. Aber auch EMSA hat für den Indoor-Anbau mit Click & Grow ein attraktives System für das Gärtnern drinnen in sein Produktportfolio aufgenommen. Ein Blick in den Start-up-Bereich des Smart Gardening zeigt das Berliner Start-Up Cell Garden. Es entwickelte ein smartes System für die Anzucht von Sprossen und Microgreen. Deren Lösung, wird ebenfalls mit Pods bestückt und spricht Gartenfreunde und Anhänger gesunder Ernährung an. Weiter smarte Produkte für die Anzucht als auch die Weiterkultivierung von Kräutertöpfen bietet Homegarden von Romberg. Im Gartencenter kann es – platziert neben Kräutertöpfen – der Kundschaft durch die Beleuchtung ins Auge fallen. Zudem ist es ein idealer Einstieg ins smarte Indoor-Gärtnern. Auch muss sich der Endverbraucher hierbei nicht auf Saatkapseln beschränken, sondern kann neue Kräuter im Gartencenter einkaufen.

Smarte Gartenbeleuchtung

Vor allem wenn es draußen wieder länger dunkel wird, spielt die Gartenbeleuchtung eine wichtige Rolle – egal ob aus Gründen der Sicherheit oder der Behaglichkeit. WiZ Connected Lights ermöglicht es eine Vielzahl an Technologien zu integrieren und zu steuern. Gesteuert wird das System über Cloud & Mobile App, per Sprachsteuerung (Alexa, Google, Siri), mittels Sensoren, IFTTT oder anderen Standards. Der Clou: Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern wird für den Betrieb von WiZ weder eine Bridge noch weitere Hardware benötigt, denn die Mesh-Technologie steckt in jedem einzelnen Leuchtmittel.  Akkubetrieben Gartenbeleuchtung bietet Elgato an. Sie ist zwar wetterfeste aber Stimmungsleuchte besitzen keine Sprachunterstützung.

Wasser marsch

Automatisierte Bewässerungslösungen gehören auch zu den Smarten Gartenhelfern und erfreuen sich immer großer Beliebtheit. Elegato entwickelte ein neues Motorventil mit dem Namen Eve Aqua. Dieses wird einfach an den Wasseranschluss montiert und lässt sich per App aus der Ferne steuern. Mit dem gleichen Prinzip arbeitet der Bewässerungscomputer Gardena smart water control. Das Gardena Smart-System lässt sich per Android, iOS oder Web-App steuern. Ein weiteres System hat Orbit entwickelt. Deren Gartenschlauchanschluss kann per WLAN gesteuert werden und ist neben Android und iOS-App auch mit Amazon Alexa steuerbar. Gärtner die keinen Strom- und Wasseranschluss im Garten haben können sich Produkte wie die Solar Automatic Watering-Systeme von Irrigatia für die automatische Bewässerung holen. Diese funktionieren ganz ohne App. Auch die Pflege von Zimmerpflanzen ist für Neulinge dank technischer Unterstützung kein Problem mehr. Dafür sorgt etwa das Berliner Start-up flowrme mit einem smarten Blumentopf und einer App, die den Anwender bei der Pflege seiner Zimmerpflanzen unterstützt. Es will dem Nutzer bei der Auswahl des besten Platzes für die Pflanze genauso behilflich sein wie beim Gießen. Flowrme soll es in zwei Produktausführungen geben, einmal als Einsatz in bestehende Blumenübertöpfe und einmal als Stecklösung. Beide Systeme verfügen jeweils über einen Feuchtigkeits- und Temperatursensor sowie über eine Bewässerungslösung.

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04.11.2018