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Smart Gardening durch App-Steuerung

Das Interesse an smarten Gartengeräten, die sich intelligent vernetzen lassen, nimmt stetig zu. Mit Anwendungsbeispielen und gutem Service können sich Gartencenter gegen die Konkurrenz durch die Elektronik-Riesen durchsetzen.

Gardena ermöglicht eine Einbindung kompatibler Geräte von anderen Herstellern wie Netatmo.
Gardena ermöglicht eine Einbindung kompatibler Geräte von anderen Herstellern wie Netatmo.
Foto: Gardena

Die Digitalisierung hält auch in der Grünen Branche immer stärker Einzug. Allem voran der Online-Handel, der die klassischen Vertriebswege ergänzt. Wie aus dem Jahresbericht 2018 des Industrieverband Garten (IVG) hervorgeht, entwickelt sich die Digitalisierung im Gartenmarkt zwar vergleichsweise langsam, was schlicht und einfach mit dem Sortiment zusammenhängt – die Beschaffenheit einer Pflanze lässt sich schließlich schlecht am Bildschirm beurteilen. Dennoch müssen Gartencenter sowohl ihre Vertriebswege als auch ihr Sortiment an die Herausforderungen anpassen, um die Chancen der Digitalisierung nutzen zu können. An dieser Stelle kommt auch das Smart Gardening ins Spiel, das laut IVG „einer der großen aktuellen Trends der Grünen Branche“ ist. Intelligent vernetzte Helfer erleichtern die Gartenarbeit, wodurch man mehr Zeit hat, das Ergebnis zu genießen. Das Potenzial haben auch die Hersteller längst erkannt: Das Angebot an smarten Produkten wächst und die Funktionen sowie Vernetzungsmöglichkeiten werden vielfältiger.

Neue Technik, die mitdenkt

Per Spracheingabe über Amazons Alexa lässt sich der neue ‚Indego S+‘ noch einfacher steuern.
Per Spracheingabe über Amazons Alexa lässt sich der neue ‚Indego S+‘ noch einfacher steuern.
Foto: Bosch

„Der Smart-Gardening-Markt ist ganz klar im Aufwärtstrend“, bestätigt Andreas Müller, Produktmanager bei Stihl. „Hier schlägt sich neben dem Megatrend Digitalisierung auch das Internet of Things nieder“, ergänzt er. Denn smarte Mähroboter, Wetterstationen, Gartenbeleuchtungen, Bewegungsmelder oder Beschattungslösungen lassen sich nicht nur per App gezielt steuern. Sie sind zum Teil auch schon in der Lage, eigenständig miteinander zu interagieren. Beispielsweise messen die solarbetriebenen Sensoren des Herstellers viRaTec laufend lokale Parameter wie die Bodenfeuchtigkeit, Helligkeit und Temperatur. Diese Daten werden von einem Microcomputer ausgewertet und an die an den Wasserhahn angeschlossenen Ventile gesendet. Je nach Vorhersage setzen die Ventile die Bewässerung eigenständig in Gang. Und auch das ‚smart system‘ von Gardena bietet die Möglichkeit, über eine App die Bewässerungssteuerung und die Mähzeiten des ‚smart SILENO‘ aufeinander abzustimmen. Mit dem neuen iMow ‚RMI 422 PC‘ von Stihl ist ebenfalls eine wetterabhängige Rasenpflege möglich. Durch eine Integration des Wetterberichts kann der smarte Gartenhelfer eigenständig entscheiden, ob er seine Runden dreht oder in der Aufladestation bleibt.

Verbesserte Integration von Smart Gardening

Ob sich Kunden für Smart Gardening-Produkte entscheiden, hängt jedoch nicht nur davon ab, welche Funktionen die Geräte bieten und wie autonom sie agieren können. Auch die Möglichkeit einer Verknüpfung mit etablierten Smart-Home-Systemen und anderen smarten Produkten spielt eine wichtige Rolle. Darauf reagieren auch die Hersteller: Gardena ermöglicht mittlerweile die Einbindung von kompatiblen Geräten in die eigene App, beispielsweise die Outdoor-Sicherheitskamera von Netatmo. Weitere Integrationsmöglichkeiten ergeben sich durch die Anbindung an Cloud-Plattformen. So lassen sich die smarten Gardena-Geräte mittlerweile auch über das ‚Apple HomeKit‘ und ‚IFTTT‘ nutzen. Weitere intelligente Geräte und Dienste sollen nach Angaben des Unternehmens folgen. Die neuen Mährobotermodelle ‚Robolinho 1200‘ und ‚Robolinho 2000‘ von AL-KO können neben der herstellereigenen ‚inTOUCH‘-App auch über die ‚SmartHome Plattform‘ von innogy bedient werden. Dadurch ist es möglich, die Mähroboter per Sprachbefehl zu steuern. „Die Sprachsteuerung, etwa über Amazon Alexa oder Google Home, ist ein großer Trend“, erklärt Julika Gang, Pressesprecherin bei innogy. „Vielen Kunden erleichtert dies den Einstieg in die intelligente Haussteuerung und sie erleben, wie komfortabel und nützlich die smarten Helfer sind.“ Auch der neue ‚Indego S+‘ von Bosch kann über Alexa gestartet, gestoppt oder geparkt werden. Zudem lassen sich mittels eines Sprachbefehls Informationen zum aktuellen Gerätestatus abfragen, etwa wann der ‚Indego S+‘ das letzte Mal gemäht hat oder für wann der nächste Rasenschnitt geplant ist.

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03.06.2019

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