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"Sabine" eher "Sabinchen"

Ab Sonntagabend fegte "Sabine" über weite Teile Deutschlands, legte den Fernverkehr lahm und verursachte Gebäudeschäden. Wie hat sich das Sturmtief auf die Gartencenter ausgewirkt? Markt in Grün hat nachgefragt. Das Fazit: Der Schaden hielt sich bei den meisten in Grenzen.

Die Auswirkungen von
Foto: Pixabay

Norbert Langens, Geschäftsführer bei Frieters Zoo- und Gartenwelt in Viersen, berichtet etwa, dass das Kundenaufkommen am Montagvormittag „eher verhalten“ gewesen sei. „Am Nachmittag hat es sich dann wieder normal belebt. Die Windböen haben zum Nachmittag aber auch sehr nachgelassen“, führt er aus. Schäden am Gebäude habe es nicht gegeben.

Auch im Sprockhöveler Gartencenter Mencke hat sich „Sabine“ auf die Frequenz ausgewirkt. Geschäftsführer Heiko Mencke schätzt das gestrige Umsatzminus auf 50 Prozent. Alles in allem sei aber nichts Dramatisches passiert. Die Folgen hätten sich für ihn aber auch an anderer Stelle gezeigt: Freie Fahrt zur Ambiente in Frankfurt und eine recht leere Messe, auf der alle Händler viel Zeit für ihn gehabt hätten. „Dramatisch ist aus meiner Sicht eher die Macht der Presse, die es schafft, durch offenbar übertriebene Meldungen zu Sturm und Corona eine Weltmesse wie die Ambiente zu massiven Besuchereinbrüchen zu bringen", kritisiert Heiko Mencke.

In Mönchengladbach sei man ebenfalls glimpflich davongekommen, berichtet Reimund Esser, Geschäftsführer bei Lenders Gartencenter: „Abgesehen von einigen umgefallenen und zerbrochenen Pflanzkübeln hielt sich der Schaden in Grenzen.“ Ein Vorteil sei aber gewesen, dass die Baumschulpflanzen-Verkaufsfläche im Winter freigeräumt ist. Die Feuerwehr habe jedoch einige Einsätze innerhalb der Stadt gehabt. „Meist wegen umgefallenen Bäumen oder abgebrochenen Ästen“, berichtet Esser, was ihn zu der Frage bringt, ob überall Ersatzpflanzungen gemacht werden?

„Die Intratuin-Gartencenter in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen melden, dass sie "Sabine" schadenfrei überstanden haben. Ein paar bewegte Aluminiumtische in der Baumschule, ein paar abgerissene Zweige. Das ist alles nicht der Rede wert“, sagt auch Thomas Buchenau, Regional Manager Deutschland bei Intratuin. Die Erleichterung der Unternehmer über den glimpflichen Verlauf des Sturms sei aber deutlich zu spüren gewesen. Einen „kapitalen“ Schaden meldete ihm dann aber doch noch ein Unternehmer aus Niedersachsen, der Anhänger des FC Bayern München ist: Dank „Sabine“ muss der FC-Gartenzwerg jetzt in die Reparatur (siehe Foto). Wir wünschen gute Besserung!

Gartenzwerg
Dieser FC-Gartenzwerg hat "Sabine" weniger unbeschadet überstanden.
Foto: Intratuin

11.02.2020