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Protest gegen Gartencenter-Ausbau

Anwohner rebellieren gegen Bauvorhaben von Seebauer in München.

Bolzplatz
Bolzplatz statt Gartencenter: Beim geplanten Neubauvorhaben von Seebauer in München sind sich die Parteien alles andere als grün.
Foto: congerdesign / pixabay

Dies berichtet die Süddeutsche Zeitung. Demnach regt sich in der Nachbarschaft des alteingesessenen Gartencenters deutlicher Unmut. Bereits mehr als 400 Unterschriften wurden so etwa im Rahmen der Initiative "Bolzplatz an der Adam-Berg-Straße", die gegen das Projekt Sturm läuft, gesammelt. Auch gegenüber dem zuständigen Bezirksausausschuss Ramersdorf-Perlach, in dessen Verwaltungszone das Bauvorhaben angesiedelt ist, wurde anlässlich einer aktuellen Sitzung Protest laut, heißt es weiter. Stein des Anstosses ist ein Erweiterungsbau, den das Gartencenter Seebauer plant. So soll angrenzend an das bereits bestehende Gartencenter ein neuer, U-förmiger Gebäudekomplex zur Erweiterung der Verkaufs- und Außenflächen dienen. Entstehen sollen auch weitere Büro- und Sozialräume, eine Kindertagesstätte, zirca 50 Wohnungen unterschiedlicher Größe sowie eine Gastronomie.

Streit um Grundstücksnutzung

Grundsätzlich, betonen die Protestler, hätte niemand etwas gegen das Vorhaben. Vielmehr erhitzt der Flächenanspruch die Gemüter. Denn die für den Bau anvisierte Fläche dient aktuell als öffentliche Grünanlage, unter anderem mit einem rund 2400 Quadratmeter großen Bolzplatz. Diesen wollen die Anwohner ebenso wie den Rest des Naherholungsgebietes erhalten. Zumal der damalige Firmeninhaber Anton Seebauer der Stadt das betroffene Areal in den 1970er Jahren gespendet habe. Und dies offensichtlich mit der eindeutigen Zweckbestimmung, für die Kinder des Quartiers eine Spielfläche zu schaffen. Auch weiterhin würde Seebauer diesem Anspruch sogar gerecht werden wollen. Das Unternehmen hat der Stadt im Tausch für das Bolzplatz-Grundstück ein rund 10.000 Quadratmeter großes Ausweichareal angeboten. Doch auch damit lässt sich die Bürgerinitiative nicht beschwichtigen. Öffentliche Grünanlagen seien keine Verhandlungsmasse der Stadt, argumentiert sie. Die Kritiker behaupten, der Erweiterungsbau ließe sich gut auch auf anderen Seebauer-Grundstücken realisieren, die ebenfalls nur fussläufig vom bestehenden Markt entfernt seien.

Noch keine Lösung in Sicht

Unklar ist, wie es weitergeht. Da die städtischen Referate noch nicht alle Vorbescheidsanträge der Firma Seebauer bearbeitet hätten, habe auch die Lokalbaukommission bisher noch nicht über das Projekt befunden", heißt es in der Süddeutschen. Somit fehle es auch noch an den konkreten Unterlagen, bzw. einer Diskussionsgrundlage.

15.03.2019