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Masse mit Klasse

Bislang tummelte sich Michael Löschau hauptsächlich im B2B-Bereich und verkaufte hochwertige Deko. Jetzt betritt der Floristikmeister ungewohntes Terrain: den Massenmarkt. Der 51-Jährige hat im April das erste Gartencenter in Oldenburg eröffnet.

Seit April bereichert der Oldenburger Wohngarten ein Gewerbegebiet im Norden der Stadt. Es ist das erste Gartencenter in Oldenburg überhaupt.
Seit April bereichert der Oldenburger Wohngarten ein Gewerbegebiet im Norden der Stadt. Es ist das erste Gartencenter in Oldenburg überhaupt.
Foto: Stefan Freiwald

Michael Löschau und Ehefrau Anke kennen sich mit Deko aus. Seit vielen Jahren bieten sie Raumbegrünung und Pflanzendekoration in Oldenburg an. Jetzt ist die Oldenburger Familie ins Massengeschäft eingestiegen. Im April dieses Jahres hat sie ihr erstes Gartencenter eröffnet. Kaum zu glauben: Es ist auch das erste Gartencenter in der 180.000-Einwohner-Stadt überhaupt.

Dass bei der Geburt des „Oldenburger Wohngartens“ die Behörden unfreiwillig geholfen haben, will Michael Löschau nicht verhehlen. Denn eigentlich wollte er sein Floristik- und Deko-Geschäft in Oldenburg erweitern. Dort bietet Löschau Seidenblumen, Schnittblumen und Deko-Gegenstände für Haus und Garten an. Und die sind hochwertig und hochpreisig. Außerdem betreut sein Unternehmen von hier Aufträge für Raumbegrünung bei Unternehmen. In ganz Deutschland seien seine Spezialisten deswegen unterwegs, berichtet der Floristikmeister. „Die Firmen müssen es ihren Mitarbeitern heutzutage schön machen“, hat er festgestellt.

Gunst der Stunde

Das Geschäft läuft gut. Und auch das Endkundengeschäft floriert immer besser. Deshalb wollte Löschau vor fünf Jahren erweitern und noch mehr frische Schnittblumen anbieten. Doch die Stadtverwaltung erteilte ihm keine Genehmigung. Eine Erweiterung passe nicht ins städtische Einzelhandelsentwicklungskonzept, hatte ihm die Behörde mitgeteilt. Kurze Zeit später erhielt Mitbewerber Rainer Ostmann die – wenn auch politisch umstrittene – Genehmigung für ein Gartencenter-Neubau am südöstlichen Stadtrand. „Das hat mich sehr geärgert“, erinnert sich Löschau.

Er musste umdisponieren. Durch Zufall stieß der Unternehmer auf einen leerstehenden Praktiker-Baumarkt in einem Gewerbegebiet im Stadtteil Etzhorn direkt an der Stadtautobahn. Statt eines zweiten Dekogeschäftes sah er hier eher die Chance für ein Gartencenter.

Wie der Umbau verlief, was alles auf die Fläche kommt und wie es von den Bewohner angenommen wird, lesen Sie in der September Ausgabe von Markt in Grün. Abonnenten kommen hier zum E-Paper .

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10.09.2019