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Köstlichkeit trifft Augenschmaus

Bei der Oldenburger Vielfalt lassen sich viele Züchtungen entdecken, die im Trend liegen. Und mit denen man die Kunden begeistern kann. Dazu gehören auch essbare Pflanzen und neue Sorten, die durch ihren Duft überzeugen.

Ficus caria Firoma
Süß und aromatisch: Die Feigensorte ‚Ficus caria Firoma‘ von Helmers.
Foto: Baumschule Helmers

Dass es im Rahmen der fünf Veranstaltungstage vom 17. bis zum 21. August 2020 allerhand zu sehen gibt, macht schon der Name "Oldenburger Vielfalt" deutlich. Denn Vielfalt gibt es im wahrsten Sinne des Wortes: Gezeigt wird das gesamte Baumschulsortiment, von Solitärpflanzen und Formgehölze über Alleebäume bis zur Blütenhecke. Doch das Event ist keine reine Produktschau. Die Baumschulen wollen mit ihrem Angebot den Fachhandel dabei unterstützen, ihre Kunden zu begeistern. Deshalb lassen sich viele Neuzüchtungen entdecken, die absolut im Trend liegen.

Dazu gehören unter anderem die essbaren Pflanzen, die den zunehmenden Wunsch nach mehr Selbstversorgung erfüllen. Eine große Auswahl an Beerenobst zeigt beispielsweise die Baumschule Ahlers, die mit über einer Millionen Pflanzen zum größten Beerenobst-Produzenten Europas gehört. Dabei stehen nicht nur die Klassiker wie Himbeeren oder Johannisbeeren auf dem Menü, sondern auch blütenreiches Wildobst wie Aronia, Honigbeere oder Holunder. Das Etikett ‚Bienenbar‘ zeigt, was auch Bienen schmeckt.

Für mediterranes Flair sorgt wiederum die Neuheit ‚Ficus caria Firoma‘, eine Feigensorte aus dem Hause Helmers. Das Besondere: Selbst Jungpflanzen setzten bereits viele Feigen an. Dadurch müssen Hobby-Gärtner nicht mehr einige Jahre auf die erste Ernte der süßen Früchte warten. Genascht werden kann von Juni bis Oktober. Mit einer Erdhöhe und -breite von zwei Metern eignet sich die Feigensorte auch für den Einsatz in kleineren Stadtgärten.

‚Smellwell‘
Bei Gerstenkorn riecht es zur Oldenburger Vielfalt besonders gut: ‚Smellwell‘ vereint die 20 duftenden Azaleensorten aus dem Hause Gerstenkorn in einer Marke.
Foto: Baumschule Gerstenkorn

Immer der Nase nach lautet wiederum das Motto der Baumschule Gerstenkorn, die auf großblumige Hybriden, Yakushimanum, Impeditum, Obtusum, Wildarten, Zwergrhododendron sowie Duft-Azaleen spezialisiert ist. Und genau so eine wird auch in Oldenburg vorgestellt. ‚Smellwell‘ vereint die 20 duftenden Azaleensorten aus dem Hause Gerstenkorn in einer Marke. Alle Sorten werden mit einem auffälligen Bildetikett und einem passend bedruckten Topf vermarktet. Dadurch zieht nicht nur der Duft die Kunden an, sondern auch die Verpackung, ist sich Inhaber Heinrich Gerstenkorn sicher.

Durch einen leichten, süßlichen Duft bestechen zudem die Blüten der Rhododendron yakushimanum Sorte ‚Silverbud‘ von Bischoff Rhodokulturen. Vom Wuchs vergleichbar mit der Sorte ‚Koichoro Wada‘, stellt ‚Silverbud‘ mit den silberfarbenen Blütenknospen und dem hellen Indumentum eine Erweiterung bei den Blattschönen dar. Doch sie ist nicht nur elegant und duftend, sondern auch haltbar: In den vergangenen heißen Sommern hat sie bereits durch Hitzeverträglichkeit überzeugt.

Grüner Sichtschutz inklusive

Was die Optik betrifft, ziehen aber nicht nur intensive Farben die Blicke auf sich, sondern auch großformatige Besonderheiten. Denn mehr ist manchmal wirklich mehr – beispielsweise was die neuen Ziergräser im XXL-Dekotopf von Bremer Pflanzen angeht. So erreicht etwa die blaue Riesen-Rutenhirse Panicum virgatum ‚Nordwind‘ eine Höhe von bis zu 1,80 Metern. Sie eignet sich damit nicht nur als dekorativer Solitär, sondern auch als windstabiler, blickdichter Sichtschutz. Aus dem blaugrünen Laub erwachsen ab Juli graugrünen Blüten. Im Herbst färbt sich das Gras goldgelb. Die wintergrüne Cortaderia selloana ‚Golden Comet‘ wächst wiederum ausladend mit einer Höhe von 50 Zentimetern und 1,5 Meter hohen, cremeweißen Blütenwedeln, von September bis November Akzente setzen.

Ein besonders insektenfreundlicher Sichtschutz ist wiederum die Neuheit Elaeagnus ebbingei der Baumschule Martens. Die Ölweide ist ein dichtbelaubter Strauch der bis zu drei Metern hoch wird und in milden Gebieten als wintergrün gilt. Trotzdem liebt sie einen geschützten Standort und zeigt im Herbst ihre cremeweißen, duftenden Blüten, die aufgrund ihrer späten Blütezeit eine wertvolle Nahrung für Insekten bieten – und zugleich noch vor den neugierigen Blicken der Nachbarn schützen.

04.08.2020