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OBI-Premiere in Kasachstan

Eröffnung des ersten kasachischen OBI Bau- und Heimwerkermarktes in der Metropole Almaty.

OBI Kasachstan
Der erste und bisher einzige OBI in Kasachstan.
Foto: Dr. R.

Eingebunden in die rasante wirtschaftliche Entwicklung vollzieht sich im Land der Schneeleoparden gegenwärtig eine Internationalisierung der prosperierenden Bau- und Gartenmarktszene. Ein Beleg dafür ist die Eröffnung des ersten kasachischen OBI Bau- und Heimwerkermarktes in der Metropole Almaty. Kasachstan ist mit einer Größe von 2,715 Mio. Quadratkilometern das neuntgrößte Land der Erde, das größte Binnenland der Welt und nach Russland die flächenmäßig größte ehemalige Sowjetrepublik.

Gartencenter der Superlative

Der Handel mit Produkten für den Garten- und Hobbybedarf vollzog sich in Kasachstan in der Vergangenheit überwiegend auf Basaren. Standalone-Fachgartencenter sowie moderne kombinierte Bau- und Gartenmärkte gab es bisher keine. Strategisch hat OBI den Markteinstieg in Kasachstan seit Herbst 2016 geplant. Nach zwei Jahren war am 30. August 2018 das Werk vollendet. Am 30. August 2018 konnte der erste OBI Bau- und Heimwerkermarkt auf kasachischen Boden in der mit 1,51 Mio. Einwohnern größten Stadt Almaty seine Premiere feiern.

Der Store ist mit einem Investitionsaufwand von rund 21,5 Millionen Euro entstanden und umfasst eine Verkaufsfläche von 16.500 Quadratmetern. Davon entfallen 13.000 Quadratmeter auf den Baumarktbereich sowie 3.500 Quadratmeter auf das Gartencenter. Franchisepartner von OBI in Kasachstan ist die international agierende Asadel Retail Group aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der OBI liegt verkehrsgünstig in einem Gewerbegebiet an der Magistrale Ulica Saina im Norden von Almaty. Er befindet sich unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Metro Cash & Carry Großmarkt und zu weiteren Einzelhandelseinrichtungen. Er ist für die Besucher bequem mit der Metro oder dem Stadtbus zu erreichen. Für motorisierte Kunden sind 300 Parkplätze vorhanden. Das Outlet arbeitet ohne Schließtage und hat täglich zwischen 8.00 und 22.00 Uhr geöffnet. Für einen reibungslosen Ablauf des Verkaufsgeschehens sorgen zehn Kassen und die bemerkenswerte Anzahl von 400 Mitarbeitern. Davon sind mehr als 100 im Gartencenter tätig. Eine der acht Warenwelten befasst sich mit der Thematik, Garten, Freizeit und Hobby.

Einzigartiger Besuchermagnet

Es trägt den Charakter eines Fachgartencenters und umfasst Verkaufs- und Ausstellungsflächen in einer Größenordnung von 3.500 Quadratmeter . Das Angebot reicht von Indoor- und Outdoorpflanzen, Gartenmöbeln und Gartengeräten, über die Segmente Gartenbaustoffe und Holz im Garten bis hin zu Produkten für die Erholung in der Natur. Entsprechend der extremen klimatischen Bedingungen wurde im Gewächshaus ein besonderes Mikroklima geschaffen. In einem transparenten Pavillon wurden Tausende von Pflanzen platziert, die sowohl für die Landschaftsgestaltung als auch für den individuellen Gartenbau geeignet sind. Die meisten Pflanzen stammen aus Holland, sind aber den einheimischen Bedingungen angepasst.

Auffallend sind eine breite Palette von Schaugärten und zahlreiche Anwendungsbeispiele für die innovative Gestaltung von Nutz- und Erholungsgärten. Zudem werden speziell für Profis zahlreiche Produkte für den Garten- und Landschaftsbau offeriert. In den nächsten fünf Jahren will OBI in Kasachstan fünf weitere Filialen realisieren. Als Standorte sind die Landeshauptstadt Astana sowie Almayty, Atyrau, Karaganda und Schimkent im Gespräch.

Kasachstan ist ein Land voll großer Geschichte. Einst war das Land der Schneeleoparden Teil des Khan Mongolenreiches von Dschingis Khan. Die jüngste Historie war geprägt von den Katastrophen des 20. Jahrhunderts. Der kommunistische Sowjetführer Josef Stalin ließ Millionen Menschen, darunter auch die Wolgadeutschen, in die Regionen zwischen dem Kaspischen Meer und dem Altai Gebirge deportieren. Mit dem Zerfall der Sowjetunion wurde das euroasiatische Land im Dezember 1991 unabhängig.

Kasachstan besitzt bis zu 7.000 Meter hohe Berge und die größte Trockensteppe der Welt. Das Land ist der größte Uranproduzent der Welt. Zu den unermesslichen Bodenschätzen gehören riesige Öl- und Gasfelder, Gold, Mangan und Steinkohle. Der rohstoffreiche Staat ist das einzige stabile Land im postsowjetischen Orient. In seinen Weiten leben lediglich 18,3 Mio. Einwohner. Die Bevölkerungsdichte liegt bei sieben Einwohner pro km². Über 55 Prozent der Bevölkerung leben in städtischen Regionen. Die Bevölkerung wächst jährlich um1,46 Prozent.

Laut IWF gehört Kasachstan zur Gruppe der erfolgreichen Transformationsstaaten. Im Jahr 2017 hatte das Brutto-Inlandsprodukt ein Volumen von 135,5 Mrd. € und lag bei 7.490 € pro Kopf. Es konnte ein Wirtschaftswachstum von vier Prozent realisiert werden. In diesem Jahr soll das BIP um 3,2 Prozent wachsen. Die Inflationsrate im Jahr 2017 lag bei 7,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug fünf Prozent. Administrativ ist das Land in 14 Gebiete (Oblaste) und in die zwei administrativ selbständige Städte und Almaty und Astana gegliedert. Sichtbares Zeichen des Wohlstandes ist die in der nordkasachischen Steppe mit einem Investitionsaufwand von zehn Milliarden Euro entstandene Hauptstadt Astana. Die Millionenstadt ist heute d a s grandiose Symbol des gesamten postsowjetischen Raumes. Strategisch will der autokratisch regierende Alleinherrscher Nasarbajew in die 50 stärksten Ländern der Welt vorstoßen und das ehemalige Nomadenland in ein zweites Singapur verwandeln.

13.09.2018