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Neue Studie zeigt Potenziale des nachhaltigen Gärtnerns auf

Wie nachhaltig ist die Branche? Was ist Kunden bei Gartensortimenten wichtig? Und wie lässt sich der Megatrend Sustainability gewinnbringend umsetzen? Die neue Marktforschungsstudie „Nachhaltige Gärten“, welche die Fachmagazine Markt in Grün und BaumarktManager mit der Koelnmesse als Exklusivpartner veröffentlichen, gibt Antwort auf diese und weitere relevante Fragen.

Die Studie
Die Studie "Nachhaltige Gärten"
Foto: RM Rudolf Müller

Ökologische Nachhaltigkeit ist nicht erst seit "Fridays for Future" in aller Munde. Der Trend zu einer nachhaltigeren Lebensweise macht sich längst in ganz verschiedenen Bereichen bemerkbar und hat auch die grünen Sortimente längst erfasst. Ob eine Tier- und insektenfreundliche Gartengestaltung, schadstoffarme und recycelbare Materialien oder ressourcenschonend hergestellte und langlebige Produkte: Ökologische Nachhaltigkeit beim Gärtnern hat viele Formen angenommen. Doch wie wichtig sind den Verbrauchern solche Aspekte wirklich? Auf welche Weise wirkt sich eine nachhaltig orientierte Einstellung auf das Konsum- und Gärtnerverhalten aus? Wie zufrieden sind die Verbraucher mit dem bestehenden Angebot? Und welche zusätzlichen Bedarfe haben sie?

Die Studie „Nachhaltige Gärten“, für die über 1.000 Gartennutzer im Sommer 2020 bundesweit befragt wurden, gibt darauf Antworten. Sie erfasst Einstellungen, Anschaffungsneigungen und das Verbraucherverhalten im Hinblick auf Nachhaltigkeit bei Gartensortimenten. Zudem liefert sie Informationen zu Einkaufsstätten, Sortimenten und Zielgruppen. Herstellern bietet sie wiederum Insights in Bezug auf den Megatrend Nachhaltigkeit und somit auch die Möglichkeit, das Sortiment neu zu positionieren oder zu ergänzen.

Nachhaltigkeit ist gefragt

Der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit im Garten wächst bei vielen. Wie die Studienergebnisse unter anderem zeigen, ist eine ökologisch nachhaltige Einstellung unter den Verbrauchern bereits verbreitet. Grundsätzlich lassen sich drei Einstellungstypen ermitteln: Die "Engagierten Umweltschützer", die "Überzeugten ökologisch Nachhaltigen" und die "Neutralen/Desinteressierten".

Die Mehrheit der Verbraucher sieht eine nachhaltige und umweltschonende Produktionsweise von Produkten zum Gärtnern und zur Gartenausstattung als wichtig bzw. sehr wichtig an. Neben dem ökologischen Aspekt scheint bei dieser Einschätzung für einen Teil der Befragten auch der individuelle Nutzen von nachhaltigen Produkten eine Rolle zu spielen, etwa in Form von finanziellen Einsparungen aufgrund einer höheren Effizienz und Langlebigkeit. Eine stärker ausgeprägte generell ökologisch nachhaltige Einstellung spiegelt sich erwartungsgemäß auch in einer stärkeren Befürwortung nachhaltiger Gartengestaltung und einer höher eingeschätzten Wichtigkeit nachhaltiger Produktionsweisen bei Gartenprodukten wider.

Konsumverhalten der Hobby-Gärtner

Wie die Studie darüber hinaus verdeutlicht, bieten nachhaltige Sortimente für den Fachhandel gute Absatzpotenziale. So sind 47 Prozent der Befragten bereit, für nachhaltige bzw. nachhaltig hergestellte Gartenprodukte mehr Geld auszugeben. Über die Hälfte verzichtet beispielsweise beim Kauf von Pflanzgefäßen (57 Prozent) und Gartenmöbeln (54 Prozent) (eher) auf Materialien aus Kunststoff oder Tropenholz. Auf schadstoffarme und recycelbare Materialien bei Gartenmöbeln und Gartenausstattung sowie bei Gartengeräten und Gartenwerkzeug achtet ebenfalls jeweils über die Hälfte der Verbraucher (58 bzw. 52 Prozent).

Weiterhn zeigt die Studie, dass etwa 70 Prozent (fast) nur Biodünger oder Mulch statt synthetischem Mineraldünger nutzen. Über drei Viertel der Verbraucher verwendet natürlichen Pflanzenschutz statt Pestiziden. Etwas weniger als zwei Drittel (62 Prozent) nutzen (fast) nur torffreie Pflanzenerde. Über die Hälfte der Verbraucher (59 Prozent) verwendet zum Grillen (nur) Holzkohle aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Der überwiegende Teil der Verbraucher (90 Prozent) nutzt (nur) energieeffiziente Außenbeleuchtung, wobei der Anteil jeweils umso größer ausfällt, je stärker ausgeprägt die ökologisch nachhaltige Einstellung der Verbraucher ist.

Konsumverhalten und nachhaltiges Gärtnern: Zahlungsbereitschaft
Konsumverhalten und nachhaltiges Gärtnern: Zahlungsbereitschaft
Foto: RM Rudolf Müller

Über die Studie

„Nachhaltige Gärten“ beleuchtet Verbraucherverhalten und -einstellungen und gibt zudem schlüssige Antworten auf Kernfragen zu Einkaufsstätten, Sortimente, Zielgruppen:

  • Gartenmerkmale und Gartennutzung
  • Generelles Konsumverhalten der Produkte „Gärtnern“ und „Garten“
  • Nachhaltiges Gärtnern und nachhaltiges Konsumverhalten
  • Nachhaltige Einstellung bei Verbrauchern
  • Informationsverhalten
  • Zufriedenheit mit Angebot und zusätzliche Bedarfe an nachhaltigen Produkten
  • Wahrnehmung von Handel/Herstellern und von Produkteigenschaften im Hinblick auf den Aspekt Nachhaltigkeit

Die Marktforschungsstudie "Nachhaltige Gärten" ist ab dem 20. August 2020 unter diesem Link erhältlich. Bis zum 30.09.2020 gilt der Einführungspreis von 849 Euro statt 899 Euro. Der Sonderpreis von 799 Euro gilt für Mitglieder von relevanten Branchenverbänden.

29.07.2020