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EU: Keiner Erweiterung der Liste invasiver Arten

Im Jahr 2018 soll die Unionsliste für invasive Arten nicht erweitert werden, darauf haben sich die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedsstaaten geeinigt. Vorerst will man sich auf die Umsetzung der Verordnung und den Umgang mit schon gelisteten Arten konzentrieren.

Die Pennisetum setaceum ist eine eigenständige Art und soll von der Liste der invasiven Arten entfernt werden.
2018 will man sich auf die Umsetzung der Verordnung der gelisteten Arten konzentrieren
Foto: Pixabay

ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer bewertet die Entscheidung der Kommission positiv, in den vergangenen Jahren wären Arten zu schnell und zu intransparent auf die Liste gesetzt worden. Die Warnungen der betroffenen Wirtschaftszweige wie der Gartenbaubranche seien nicht angehört worden. Akteure aus diesen Branchen sollen nun an der Umsetzung der Verordnung mitarbeiten, das sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Neue Kriterien werden erstellt

Das wissenschaftliche Forum zu invasiven Arten wird auch 2018 weiter an Risikobewertungen zu neuen Arten arbeiten, der Ausschuss der Mitgliedsstaaten wird dann über Neulistungen im Jahr 2019 entscheiden. Derzeit werden Regelungen erarbeitet um unionsweite Kriterien für die Risikobewertung für invasive Arten festzulegen, dafür rief die Kommission im vergangenen Jahr zu Stellungnahmen auf.

Der ZVG kritisierte in seiner Stellungnahme besonders, dass sozioökonomische Aspekte im bisherigen Entwurft nicht berücksichtigt wurden. Es sollten wirtschaftliche, soziale und ökologische Vorteile gegen mögliche Nachteile der Arten abgewogen werden, die Risikobewertung sollt auch die Auswirkungen auf das gesamte Gebiet der Union in Betracht ziehen. So soll erst ab einer gewissen Flächenüberschreitung eine unionsweite Listung erfolgen.

12.01.2018