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Landgard informiert über Corona-Krisenmanagement

Die Covid19-Pandemie geht auch an Landgard nicht spurlos vorbei. Welche Maßnahmen ergriffen wurden oder geplant sind, um die Krise zu überstehen, hat die Erzeugergenossenschaft in einer Presseerklärung zusammengefasst. Dazu gehört auch eine Preiserhöhung.

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#gemeinsamstark lautet das Motto von Landgard in der aktuellen Situation.
Foto: Landgard

Trotz erster Lockerungen hat die Corona-Pandemie weiter großen Einfluss auf die Wirtschaft und demnach auch auf den Handel. Ein baldiges Ende der Einschränkungen ist nicht in Sicht. Auch Landgard blickt auf turbulente Wochen zurück. In einer Presseerklärung zieht die Erzeugergenossenschaft ein erstes Fazit. Und blickt in die Zukunft: "Es ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzuschätzen, vor welche Herausforderungen wir noch gestellt werden“, so Carsten Bönig, Vorstand der Landgard eG. Daraus resultiert für die Erzeugergenossenschaft vor allem die Herausforderung, die Warenversorgung trotz höherer Kosten entlang der gesamten Lieferkette vom Erzeuger bis zum Lager der Kunden auch weiterhin sicherzustellen. Diese Mehrkosten müssen zwangsläufig durch höhere Preise kompensiert werden.

Absatz von lebendem Grün

Wie Landgard mitteilt, war der Absatz von Blumen und Pflanzen in den Wochen vor Ostern um mehr als 70 Prozent niedriger als 2019. In der Osterwoche habe jedoch das gute Wetter in Kombination mit starken Nachholeffekten zu einem Anstieg der Nachfrage geführt. Grund dafür sei auch gewesen, dass in vielen Bundesländern Blumenläden sowie Bau- und Gartenmärkte weiterhin bzw. wieder öffnen konnten. „Um der wieder gestiegenen Nachfrage gerecht werden zu können und den Kunden ihren Einkauf zu erleichtern, haben wir die Öffnungszeiten der Cash & Carry Märkte inzwischen wieder ausgedehnt und die Märkte öffnen auch samstags wieder an fast allen Standorten", sagt Vorstandsmitglied Dirk Bader. Man werde aber weiter auf neue Entwicklungen reagieren.

Sparte Obst und Gemüse

Landgard begrüßt den Kompromiss, dass ausländische Saisonarbeiter in festgelegter Anzahl und unter Beachtung strenger hygienischer Anforderungen wieder nach Deutschland einreisen können, auch wenn hiermit deutlich höhere zusätzliche organisatorische Aufwendungen und zusätzliche Kosten für die Betriebsleiterfamilie verbunden seien. "Jeweils 40.000 Saisonarbeiter im April und Mai werden aber wahrscheinlich nicht reichen, um drohende Ernteausfälle im gesamten Anbaujahr 2020 gänzlich zu verhindern“, erklärt Landgard-Vorstand Labinot Elshani. Der Blick auf die gerade beginnende deutsche Erdbeersaison zeige, wie dringend Fachkräfte für die Ernte benötigt werden. Ernte-Unterstützung aus der Bevölkerung sei nur bedingt eine Hilfe. „Für unsere Mitgliedsbetriebe, die nachweislich höheren Aufwand betreiben, um die Warenversorgung zu gewährleisten, wünschen wir uns die dafür notwendige und wichtige Wertschätzung ihrer Produkte,“ so Elshani weiter.

#gemeinsamstark

Landgard zeigt sich grundsätzlich zuversichtlich für die Zukunft. Man werde weiterhin alles dafür tun, die Auswirkungen der Krise auf die Erzeugergenossenschaft im engen Schulterschluss mit Mitarbeitern, Erzeugern und Kunden möglichst gering halten zu können und eine optimale Warenversorgung sicherzustellen. „Wir erleben gerade in ganz Deutschland – im Großen wie im Kleinen und eben auch innerhalb der Erzeugergenossenschaft Landgard – wie wichtig Gemeinschaft und Solidarität sind. Dafür danken wir allen Beteiligten herzlich. Das haben wir bei Landgard mit dem #gemeinsamstark auf den Punkt gebracht“, resümiert das Vorstandteam.

05.05.2020