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Kompromiss bei Einwegplastik

Teilweise kommt das Komplettverbot.

Plastikmüll
Die EU will einige Plastik-Verpackungen künftig ganz verbieten.
Foto: DSD

Kurz vor Weihnachten haben die Unterhändler des Europäischen Parlaments, Kommission und Rat eine Einigung bei den Verhandlungen zum Richtlinienvorschlag zur Reduzierung von Einwegplastikabfall erzielen können. Der Kompromiss wurde am 22. Januar 2019 bereits offiziell vom Umweltausschuss des Europäischen Parlaments angenommen. Gemäß den neuen Verpflichtungen sollen Hersteller künftig, wie in Deutschland bereits üblich, für eine Reihe von Verpackungsprodukten die Kosten für das Recycling tragen. Darüber hinaus sollen Hersteller aber auch für die Kosten von Reinigungsaktionen bestimmter Produkte aufkommen. Einige Einwegplastikprodukte werden komplett verboten. Weitere Maßnahmen umfassen Kennzeichnungsvorschriften und Sensibilisierungskampagnen. Sollte die Richtlinie vor den Europawahlen im Mai dieses Jahres vom Plenum des Europäischen Parlaments und vom Ministerrat offiziell angenommen werden, wovon auszugehen ist, würde die Richtlinie kurze Zeit später in Kraft treten. Die Umsetzungsfrist in nationales Recht beträgt zwei Jahre, wobei es für einige Maßnahmen Sonderregelungen gibt.

28.02.2019