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Kettler vor dem Aus?

Nach einer Betriebsversammlung am Montag hat die Geschäftsführung der Belegschaft freigestellt, zur Arbeit zu kommen. Jetzt hat sich das Land NRW eingeschaltet.

Luftansicht des Kettlergebäudes
Die Kettler-Hauptverwaltung im sauerländischen Ense-Parsit.
Foto: Kettler

Nach Informationen der Westfalenpost wurde den über 700 Mitarbeitern freigestellt, ob sie noch zur Arbeit kommen wollen. Eine Entlohnung im Insolvenzverfahren gilt demnach als nicht mehr gesichert.

Wirtschaftsministerium eingeschaltet

Jetzt hat sich das NRW-Wirtschaftsministerium eingeschaltet. Für Mittwoch sind Geschäftsführer Olaf Bierhoff, Insolvenzsachverwalter Horst Piepenburg und Kettler-Stiftungsvorstand Andreas Sand sowie den Kuratoriumsvorsitzenden Manfred Sauer zu Gesprächen eingeladen. Das Land hatte 2016 mit rund 30 Millionen Euro für die Kettler-Gesellschaft gebürgt.

Stiftung und Investor

Erst am vergangenen Freitag waren hunderte Kettler-Beschäftigte in Ense auf die Straße gegangen, um der Heinz-Kettler-Stiftung Druck zu machen. Sie ist Eigentümerin der Immobilien und Grundstücke, die die Kettler GmbH nutzt. Die Stiftung hatte sich bei der seit Monaten avisierten Übernahme durch den Investor Altera Capital mit diesem überworfen. Es soll Differenzen darüber gegeben haben, dass der Finanzinvestor Zugriff auf Teile des Kettler-Erbes wünschte. Das lehnt die Stiftung ab. Ende Oktober sprang Altera Capital dann ab.

Kettler mit Sitz im sauerländischen Ense verfügt in der Region über vier Werke sowie über Niederlassung in den USA, den Niederlanden, in Österreich, Polen und Frankreich.

(KE)

06.11.2018