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Kein „Tag des Gartens“ mehr

Die Kölnmesse hat für die spoga+gafa 2018 an einigen Stellschrauben gedreht. So wird es etwa den verbraucherorientierten „Tag des Gartens“ nicht mehr geben.

Nominees unique youngstar 2017, Rain Flower Walk, Jessica Bizzoni
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Foto: Koelnmesse

Für Katharina Hamma, Geschäftsführerin bei der Kölnmesse, sind solche Veränderungen bei der größten Gartenmesse der Welt normal: „Dass das Profil der spoga+gafa von Jahr zu Jahr verändert wird, ist der normale Lauf.“  Den „Tag des Gartens“ hat es vier Mal gegeben – von 2014 bis 2017. Im Mittelpunkt der verbraucherorientierten Leistungsshow im Rheinpark, der an das Messegelände in Köln grenzt, standen Rasenmähroboter und andere Smart-Gardening-Lösungen. Es konnten aber auch Pflanzen gekauft werden. Dazu gab es ein Rahmenprogramm mit Vorträgen und Workshops zu Themen wie Terrassenbau, Pflanzenzucht oder Balkon- und Gartengestaltung.

Hintergründe

Katharina Hamma erinnert an die Gründe, den „Tag des Gartens“ einzurichten: „Die großen Markenhersteller, vor allem der Elektrogeräte, hatten uns gesagt, dass sie sich umorientieren und auf der spoga+gafa nicht nur den Handel erreichen wollen, sondern auch direkt den Endverbraucher. Dafür haben wir den „Tag des Gartens“ positioniert. Der war auch von der Kommunikation her sehr erfolgreich. Wir haben erhebliche Besuchermengen zu diesem Termin bewegen können.“ Die Elektrogerätehersteller haben jedoch nach Einschätzung von Katharina Hamma diese Plattform in den vier Jahren nicht so intensiv genutzt wie sich die Kölnmesse das gewünscht hatte: „Wir haben festgestellt, dass die Zielgruppe, die wir erreichen wollten, nämlich die Gerätehersteller, diesem Konzept nicht so gefolgt sind, wie wir uns das vorgestellt haben. Und Projekte, die nicht wirtschaftlich sind, sind dann auch irgendwann einmal beendet.“

Die Hersteller sind 2018 auf der eigentlichen Messe spoga+gafa vertreten: „Vielleicht haben wir jetzt bei den Elektrogeräteherstellern doch ein kleines Umdenken hervorgerufen: Sie sind wieder zur spoga+gafa zurückgekehrt, weil sie gelernt haben, dass eine Endverbraucheransprache ohne Beratung des Fachhandels zur höchsten Reklamationsquote führt. Mit dem IVG Power Place haben wir auch ein innovatives Format für die Elektrogerätehersteller anzubieten“, erläutert Katharina Hamma.

22.08.2018