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Hat Urban Gardening eine Chance am Markt?

Der Gartenmarkt in Deutschland kann seit einigen Jahren kein substanzielles Wachstum verzeichnen, obwohl die Sehnsucht nach „Grün“ in der Bevölkerung offenbar zunimmt. Sind Trends wie Urban Gardening eine Chance, neue Wachstumsimpulse für den Markt zu schaffen?

Urban Gardening
Grünflächen werden in dicht bebauten Großstädten immer wichtiger.
Foto: Albachiaraa, Fotolia

Zwischen null und einem Prozent lag das Wachstum des deutschen Gartenmarktes in den vergangenen Jahren. Für den stark wetterabhängigen Gartenmarkt ein respektables Ergebnis – aber geht da noch mehr? Übergeordnete gesellschaftliche Trends wie Nachhaltigkeit und Gesundheit haben auch das Verhältnis der Konsumenten zum Garten verändert. Der Garten wird immer mehr zum erweiterten Wohnzimmer. Gleichzeitig nimmt die Verstädterung zu, immer mehr Menschen leben in urbanen Räumen ohne eigene Grünflächen.

Doch auch in der Stadt sind längst in nicht unerheblichem Maße Gärten entstanden: Urban Gardening – das Gärtnern in der Stadt – wird immer populärer. Ob auf der Dachterrasse, dem Innenhof oder dem Balkon – kleine Blumen-, Kräuter- und Gemüsebeete finden sich mittlerweile an den unterschiedlichsten Orten. Neben der Begrünung des individuellen Umfeldes steht bei Urban Gardening in vielen Projekten auch die Verschönerung und Bereicherung des Lebens in der Stadt und das Schaffen von Gemeinschaften im Fokus.

Wie sehr das Thema City Gardening die Massen bewegt, zeigt die Studie City Gardening. Sie beleuchtet das Potenzial von urbanen Gärten und gibt schlüssige Antworten auf Kernfragen wie Einkaufstätten, Zielgruppen und Sortiment. Die komplette Studie können Sie bereits jetzt in unserem E-Shop zum Einführungspreis bestellen.

In vielen deutschen Städten gibt es Urban Gardening Bürgerinitiativen oder Vereine, die sich die Verschönerung ihres Quartiers oder Stadtviertels durch Pflanzen zur Aufgabe gemacht haben. Interessant ist dabei, dass viele Projekte über die reine Verschönerung des Balkons oder des Grünstreifens vor der Haustür hinausgehen. Trotz der in Deutschland hohen Dichte an LEH-Konzepten erfreut sich der Eigenanbau neuer Beliebtheit. So sprießen vermehrt auch wieder Obst- und Gemüsepflanzen auf deutschen Balkonen.

Wie können Handel und Hersteller auf den Urban Gardening Trend reagieren? Bieten sich Potenziale für Wachstum? Grundsätzlich sind Handel und Hersteller gut beraten, sich auf das wandelnde Konsumentenverhalten einzustellen und diesem mit neuen Angeboten – sei es produktseitig durch neue platzsparende Pflanzgefäße oder leicht verstaubares Gartenwerkzeug oder serviceseitig – zu begegnen. Nur so wird Wettbewerbsfähigkeit langfristig erhalten. Dafür ist es aber essenziell zu wissen, wie die Urban Gardening Zielgruppe tickt. Was motiviert Urban Gardener, was sind ihre Beweggründe? Was wünschen sich städtische Gärtner? Aus Anbietersicht ist es dabei von höchstem Interesse, wie groß das tatsächliche Potenzial in den städtischen Regionen ist und welche Vertriebsargumente eingesetzt werden können. Weil viele Sortimentsbereiche von Urban Gardening in unterschiedliche traditionelle Sortimentskategorien im DIY hineinragen, ist eine genaue Quantifizierung herausfordernd. Doch wie so oft gilt, wenn der Gesamtmarkt nicht definiert ist, kann auf Managementebene der Vertriebserfolg nur schwer eingeschätzt werden. Entsprechend sind hier neue Marktzahlen wünschenswert.

Präsentation auf weltweit führender Gartenmesse spoga+gafa

Die neue Marktforschungsstudie „City Gardening“ von BaumarktManager und der Fachzeitschrift „Markt in Grün“ beleuchtet genau diese Aspekte, allen voran das Verbraucherverhalten der als Zielgruppe lukrativen Urban Gardener. Sie gibt schlüssige Antworten auf Kernfragen zu Einkaufsstätten, Sortimenten und Zielgruppen. Die Studie wird exklusiv unterstützt von der KoelnMesse und im Rahmen der weltweit führenden Gartenmesse spoga+gafa dem internationalen Fachpublikum präsentiert.

Der Autor

Foto von Boris Hedde
Boris Hedde ist Geschäftsführer des IFH Köln. Als Brancheninsider liefert das IFH Information, Research und Consulting zu handelsrelevanten Fragestellungen im digitalen Zeitalter.

www.ifhkoeln.de

09.07.2019