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Gardena erweitert Werk Heuchlingen

Am vergangenen Freitag hat die Gardena GmbH den Spatenstich für den Ausbau ihres Produktionsstandortes Heuchlingen gefeiert. Rund 15 Millionen Euro fliessen in das 5.000 Quadratmeter große Projekt, das die Kapazitäten beim Spritzguss sowie in der Montage von Baugruppen deutlich erweitern soll.

gardena Spatenstich Heuchlingen
Legten noch eine Schippe drauf: Finanzgeschäftsführer Joachim Müller, der Gerstettener Bürgermeister Roland Pollaschek, die Heuchlinger Ortsvorsteherin Marianne Renner, Werkleiter Michael Kieser und Wolfgang Engelhardt, Vice President Manufacturing der Gardena Division.
Foto: Gardena GmbH

Derzeit werden in Heuchlingen jährlich etwa 13.500 Tonnen Kunststoff im Spritzgießverfahren verarbeitet und die Produkte teilweise zu fertigen Baugruppen montiert, zum Beispiel für die Gardena-Schlauchkupplungen oder Gartenbrausen. Mit der Erweiterung soll die Kapazität bei geplanter Fertigstellung im September 2020 um 10 Prozent erhöht werden und so für die Zukunft weiteres Wachstumspotential bieten. Erforderlich wurde der Ausbau durch die fortgesetzt erfolgreich Geschäftsentwicklung der Marke Gardena und der damit einhergehenden Absatzsteigerung, heißt es. Demnach hatten die Ulmer ihren weltweiten Umsatz in den Jahren 2015 bis 2018 um 46 Prozent auf 663 Millionen Euro steigern können. „Wir arbeiten in diesem Werk bereits im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr bei durchgehend hoher Auslastung unserer Kapazitäten. Ohne die Erweiterung könnten wir die weiterhin steigende Nachfrage nicht mehr bedienen“, erläutert Werkleiter Michael Kieser.

Ausbau folgt Geschäftsentwicklung

Wenn das Gebäude fertiggestellt ist, sollen hier neue Maschinen und Produktionsanlagen einziehen. Zusätzlich wird die interne Produktionslogistik erweitert. Dadurch würden künftig zahlreiche Zulieferverkehre von Außenlagern entfallen. Internen Berechnungen von Gardena zufolge können nach Fertigstellung jährlich rund 1.000 Lkw-Fahrten à 40 Kilometern eingespart werden, was die Straßen in der Region deutlich entlasten würde und zudem einer Einsparung von etwa 43 Tonnen an CO2-Emissionen jährlich entspräche. Auch sollen am Standort zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Bereits heute ist Gardena der größte Arbeitgeber in Heuchlingen mit derzeit rund 300 Beschäftigten.

Stärkung des regionalen Standorts

Auch die Planung und Ausführung des Neubaus liegt in Händen von Unternehmen aus der Region. „Der Standort Heuchlingen war das erste produzierende Werk des Herstellers. Infolge wurde das Werk kontinuierlich ausgebaut und kontinuierlich in die neueste Technologie investiert. Heute gehört es zu den modernsten kunststoffverarbeitenden Betrieben Deutschlands. Mit der aktuellen Investition bleibt dieser Standort auch weiterhin international wettbewerbsfähig und eine der tragenden Säulen unseres Geschäftserfolgs“, sagt Wolfgang Engelhardt, verantwortlich für die weltweiten Produktionsstätten von Gardena. Seit 1968 hatte zunächst die Firma Wara-Plast mit damals 20 Mitarbeitern im Turbinenhaus des ehemaligen Dieselkraftwerks Kunststoffteile für Gardena produziert. Ab 1970 hatte sich Gardena zunächst an dem damaligen Zulieferer beteiligt und diesen später komplett übernommen.

11.11.2019