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Bücher im Gartencenter

Nicht nur im Buchhandel lässt sich Literatur verkaufen. Auch das Gartencenter ist der richtige Ort dafür, denn die Kunden nehmen gerne gedruckte Information und Inspiration zu Pflanzen- und Gartenthemen mit nach Hause.

Vor-Kopf-Präsentation mit einer besonderen Auswahl an Koch- und Backbüchern.
Vor-Kopf-Präsentation mit einer besonderen Auswahl an Koch- und Backbüchern.
Foto: Adams

Die meisten Bücher und Zeitschriften werden spontan gekauft, zumindest im stationären Handel. Im Gegensatz zum Kauf über Amazon und Co. kann man im Ladengeschäft erstmal in Ruhe blättern und ein wenig schmökern, bevor man sich für ein Buch entscheidet. Gute Buchhandlungen besitzen deshalb häufig gemütliche Leseecken, einige sogar Cafébereiche, in die sich die Kunden zurückziehen und in schöner Atmosphäre schauen können, welche Literatur es zu den Themenbereichen gibt, die sie interessieren.

Ein Blickfang sind oft die liebevoll gestalteten Themeninseln, auf denen Neuerscheinungen zusammen mit passender Deko präsentiert werden. Gerade die oft opulent aufgemachten Bildbände und Sachbücher springen den Kunden auf diese Weise viel eher ins Auge, als wenn sie lediglich als Buchrücken im Regal zu sehen sind. Die meisten Ideen, die sich im Buchhandel finden lassen, können ohne Weiteres auf die Situation im Gartencenter übertragen werden.

Mehr als Gartenbücher

Ein Bücherregal zeigt eine Übersicht der Bücher im Gartencenter.
Bücherregale im Kassenbereich mit genügend Platz zum Abstellen der Einkaufswagen.
Foto: Adams

Für den Verkauf im Gartencenter liegt es natürlich nahe, sich auf Bücher zu den Themen Pflanzen und Garten zu konzentrieren. Wer eine Zimmerpflanze kauft, ist sicher auch an Büchern interessiert, in denen er etwas über Pflege und Kultivierung von Zimmerpflanzen findet. Wer über die Pflanzung von Rosen in seinem Garten nachdenkt, lässt sich gerne von einem schönen Bildband zum Thema inspirieren. Und wer im Gartencenter ist, weil er ein Problem mit Blattläusen hat, interessiert sich auch für Ratgeber zum Thema Pflanzenschutz.

Damit ist das Repertoire an Themen, die sich für ein Gartencenter eignen, aber noch nicht erschöpft. Deko- und Boutique-Abteilungen mit allem, was das man zur Verschönerung des eigenen Heimes benötigt, machen einen erheblichen Anteil am Gartencentersortiment aus. Warum sollte man den (wohl meistens weiblichen) Kunden nicht auch Bücher anbieten, die Inspiration zum Thema Wohnen und Einrichten bieten? Auch Kochbücher passen bestens ins Gartencenter, nicht nur weil dort Kräuter und Gemüsejungpflanzen, Obstbäume und Beerensträucher verkauft werden. Viele Gartencenter besitzen inzwischen eine Delikatessenabteilung, in der die Kunden Gewürze und Kochzutaten ebenso finden wie Getränke mit und ohne Alkohol.

Auf was man achten sollte wenn man sich entscheidet Literatur im eigenen Gartencenter anzubieten und welche Verlage die richtigen sind, lesen Sie in der Oktober Ausgabe von markt in GRÜN. Sollten Sie kein Abonnent sein, haben Sie auch die Möglichkeit das Heft im Mini-Abo-Format zu testen.
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Und immer öfter wandern Haushaltswaren in die Gartencenter, denn Haushaltswarenläden gibt es inzwischen fast nur noch in großen Städten oder als Abteilungen in den Kaufhäusern. Warum dann also nicht auch ein Buch mit Kuchenrezepten zur Backform verkaufen oder einen Bildband über die Kunst der Teezubereitung, wenn man schon die hübschen englischen Teebecher mit Rosenmotiven im Angebot hat? Wer aufmerksam durch die Abteilungen seines Gartencenters geht, wird viele Sortimente finden, die durch thematisch korrespondierende Bücher ergänzt werden können.

Büchern den Sortimenten zuordnen

Hier stehen die Kochbücher in einem separaten Bereich des Gartencenters, in dem neben Feinkostartikeln, Geschirr und einigen besonderen Haushaltswaren auch frische Lebensmittel verkauft werden.
Hier stehen die Kochbücher in einem separaten Bereich des Gartencenters, in dem neben Feinkostartikeln, Geschirr und einigen besonderen Haushaltswaren auch frische Lebensmittel verkauft werden.
Foto: Adams

Die Frage „wohin mit den Büchern“ ist sicher eine der ersten, wenn man sich entschieden hat, Bücher ins Sortiment mit aufzunehmen. Da die Kunden im Gartencenter nicht primär nach Büchern suchen, scheint es am sinnvollsten, die Bücher jeweils thematisch in die einzelnen Abteilungen mit einzuordnen. Das kann geschehen, indem man sie direkt neben den korrespondierenden Produkten im Regal platziert, aber auch in separaten Ständern davor oder daneben. Aktuelle und besondere Sortimente werden im Gartencenter häufig als Vor-Kopf-Präsentationen hervorgehoben. Auch hier lassen sich Bücher gut mit einbinden, auch zusammen mit weiteren Produkten zum Thema. Für die Herbst- und Wintermonate kommen zum Beispiel die Themenbereiche Orchideen oder auch Kakteen und Sukkulenten infrage, im Sommer könnten Gräser oder Naschobst im Topf geeignete Themen sein. Für die Platzierung der Bücher in einer eigenen Abteilung oder zumindest einem eigenen Regal spricht, dass sich einige Standorte nicht für Bücher eignen, zum Beispiel das Freigelände mit den Baumschulwaren und Stauden. An manchen Stellen passt auch das Ambiente nicht. So ist der Bereich mit Düngern und Substraten in der Regel eher zweckmäßig und übersichtlich als inspirierend, weshalb man dort sicher keine Bücher unterbringt, selbst wenn sie zu verwandten Themengebieten wie Pflanzenernährung oder Pflanzenschutz gehören. Da scheint es sinnvoller, eine eigene Bücherabteilung einzurichten, zum Beispiel in der Nähe der Kasse oder angeschlossen an die Papeterieabteilung, sofern vorhanden. Wenn genügend Platz vorhanden ist, ist ein eigener Bücherbereich, vielleicht noch ergänzt durch eine Auswahl an Zeitschriften, sicher eine gute Entscheidung. Bei den Zeitschriften bieten sich ebenso wie bei den Büchern vor allem Titel zu den Themen Garten, Pflanzen, Wohnen, Dekorieren und Kochen an.

25.10.2018

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