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Block Chain könnte die Blumenindustrie revolutionieren

US-Softwareanbieter für die grüne Branche sieht die Block Chain-Technologie auf dem Vormarsch.

Blockchain
Die Blockchain-Technologie bietet auch dem grünen Handel Chancen.
Foto: pixabay

Volle Transparenz und Planungssicherheit von der Ware am POS bis zurück zum Erzeuger - dies ist eine Option, die sich viele Händler wünschen, insbesondere in einem witterungs- und saisonabhängigen Geschäft wie der Pflanzen- und Blumenbranche. Moderne IT könnte dies schon bald möglich machen. So ist etwa der US-amerikanische Software- und Kassendienstleister für die grüne Branche, QuickFlora, überzeugt, dass die so genannte Blockchain-Technologie genau dieses Handelssegment revolutionieren könnte, und zwar durch schnelle und gesicherte Datenströme, wie Blockchain sie möglicht macht.

Grenzenloser Transaktionsabgleich

Unter Blockchain versteht man im Grunde eine kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen, auch Blocks genannt, welche mittels kryptografischer, also verschlüsselter, Verfahren miteinander verkettet (Chain: engl. für Kette) sind. Typischerweise enthält jeder Block einen sicher verschlüsselten Hash. Darunter versteht man einen Streuwert, der kollisionsresistent ist, den es in dieser Form also nur ein einziges Mal gibt. Dieser stellt sicher, dass kein Block einem anderen gleicht, egal, wie viele Blöcke in ein System integriert werden. Weiterhin ist jeder Block mit einem Zeitstempel und Transaktionsdaten ausgestattet. Mit dem Zeitstempel kann ein Ereignis verlässlich einem bestimmten Zeitpunkt zugeordnet werden. Die Transaktionsdaten stehen für bestimmte Programmschritte, wie sie z. B. in Datenbanksystemen zum Einsatz kommen. Diese digitale Architektur der Blocks ermöglicht immens vielfältige Verknüpfung gesicherter Daten und Aktionen im Sinne von Blockchain als einer riesiegen öffentlichen Datenbasis, die es auch ermöglicht, beliebig viele Abläufe ineinandergreifen zu lassen.

Realistische Anwedungen

Für die grüne Branche ergeben sich daraus etwa folgende Optionen: Produzenten werden in die Lage versetzt, mit Händlern auf der ganzen Welt sekundenschnell Informationen darüber zu teilen, was sie gepflanzt haben und was wann geerntet, verpackt oder verschifft werden kann, oder wurde. Händler können exakt abfragen, wann eine Lieferung bei ihnen eintreffen wird. Auch die Suche nach speziellen Produkten gestaltet sich mit der Blockchain-Technologie viel einfacher, als die übliche Suche im Netz. Vorausgesetzt, führende Finanzinstitute akzeptieren die Zahlmethode, könnte eines Tages sogar das Bezahlen der Liefeanten per digitalem token möglich sein.

03.12.2018