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Bio-Obst vom Balkon

Immer mehr Menschen bauen Teil ihrer Nahrungsmittel selbst an. Dafür braucht es nicht unbedingt einen Garten: Auch auf Balkonen und Terrassen werden in Töpfen, Kübeln und Pflanzsäcken heute immer mehr essbare Pflanzen gezogen.

Hauert
„Wer reich ernten möchte, sollte sein Obst und Gemüse optimal mit Nährstoffen versorgen“, sagt Judith Bircher, Gartenbauingenieurin beim Schweizer Düngerspezialisten Hauert.
Foto: Hauert

„Wer reich ernten möchte, sollte sein Obst und Gemüse optimal mit Nährstoffen versorgen“, sagt Judith Bircher, Gartenbauingenieurin beim Schweizer Düngerspezialisten Hauert. „Der Boden muss sowohl Stickstoff, Phosphat, Kalium und Magnesium als auch verschiedene Spurenelemente in geeigneter Form und ausreichender Menge bereithalten.“ In der Natur sorgt dafür der organische Kreislauf: Regenwürmer, Pilze und Bakterien verwandeln abgestorbene Pflanzenteile in Nährstoffe, die den Pflanzen dann wieder zur Verfügung stehen. Im Gartenbeet oder Balkonkasten ersetzt zusätzlicher Dünger diesen Kreislauf.

Damit die eigene Ernte Bioqualität hat, setzen viele Hobbygärtner auf organische Dünger, so etwa die Biorga Produkte des genannten Düngerspezialisten. Diese werden aus hochwertigen pflanzlichen und zum Teil tierischen Rohstoffen sowie Mineralien hergestellt. Die organischen Substanzen ernähren die Mikroorganismen in der Erde und werden von ihnen langsam abgebaut. Dadurch erhalten die Pflanzen über einen langen Zeitraum genau die Nährstoffe, die sie für ein gesundes Wachstum benötigen. Aus Keimlingen stammende Pflanzenhormone sorgen zudem dafür, dass die Gewächse gegen Krankheiten und Schädlinge widerstandsfähiger sind.

Mischkultur für die kleine Fläche

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Bei wenig Platz empfiehlt sich eine Mischkultur.
Foto: Hauert

Hobbygärtnern mit nur wenig Platz für eigenes Gemüse empfiehlt die Gartenbauingenieurin eine Mischkultur anzulegen. „Bei dieser Methode des naturgemäßen Anbaus stehen die verschiedenen Pflanzenarten nicht strikt voneinander getrennt. Sie werden reihenweise abwechselnd gesetzt oder im Garten wird gleich ganz auf die Einteilung in Beete verzichtet“, sagt Bircher. Ziel sei es, bis in den Herbst eine dauerhaft begrünte Fläche zu schaffen. „Wenn etwas abgeerntet ist, wird sofort nachgepflanzt oder -gesät, um die entstandene Lücke zu schließen.“ Der Vorteil: Jeder Quadratmeter Boden kann optimal genutzt werden. Die Kombination von Pflanzen, die mit ihren Wurzeln tief in die Erde eindringen und sogenannten Flachwurzlern bewirkt dabei, dass die Nährstoffvorräte aus dem Boden besser ausgenutzt werden. Aus diesem Grund gedeihen Sellerie und Blumenkohl beispielsweise besonders gut nebeneinander. Auch Blumen wie z.B. Tagetes lassen sich leicht in eine Mischkultur integrieren.

Obst vom eigenen Baum

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Früchte aus dem eigenen Garten können auch auf kleinen Grundstücken gepflanzt werden.
Foto: Hauert

Verlockend ist auch die Vorstellung, süße und vitaminreiche Früchte direkt vom Baum oder Strauch zu pflücken und zu naschen. Obstbäume im so genannten Ballerina- oder Säulenformat werden nicht groß und eignen sich besonders für kleine Grundstücke. Äpfel, Birnen, Sauerkirschen oder Pflaumen – mittlerweile gibt es auch beim Spalierobst eine große Auswahl. Bäume, die als Spalier gezogen werden, sind durch ihren schmalen Wuchs nicht nur platzsparend, jede Frucht bekommt so auch besonders viel Licht und kann ideal ausreifen.

Kein Naschgarten ohne Beerensträucher. Ganz gleich ob Himbeere, Brombeere, Johannisbeere oder Stachelbeere – sie alle benötigen eine regelmäßige Düngung, um gedeihen zu können. „Der beste Zeitpunkt ist im Frühjahr, noch vor der Blüte“, sagt die Expertin. „Für Beeren, Kern- und Steinobst gibt es im Handel biologischen Spezialdünger. Dieses Granulat kann auch für Erdbeeren verwendet werden.“

Paprika und Tomaten auf dem Balkon

Auch auf dem Balkon oder der Terrasse lassen sich viele Obst- und Gemüsesorten in Töpfen und Kübeln ziehen. Beliebt sind hier vor allem Tomaten- und Paprikapflanzen. „Besonders Südbalkone eignen sich für die wärmeliebenden Nachtschattengewächse“, sagt Bircher. Sowohl Paprika als auch Tomaten haben einen hohen Wasser- und Nährstoffbedarf und sollten ab Blühbeginn einmal in der Woche Dünger erhalten. Für die Fruchtausbildung benötigen die Pflanzen besonders viel Kalium, das im flüssigen Biorga Tomatendünger in ausreichender Menge enthalten ist. Die Pflanzgefäße sollten zehn bis 20 Liter Volumen haben, damit sich das Wurzelwerk gut ausbreiten kann.

28.04.2017

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