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BGI: Versorgung des Handels mit Blumen und Pflanzen gewährleistet

Wie der Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels (BGI) mitteilt, halten der Blumen- und Pflanzengroßhandel die Lieferketten trotz Corona-Krise aufrecht - wenn auch zum Teil mit eingeschränkten Mitteln. Zudem zahlten sich digitale Bestellmöglichkeiten aus.

BGI Trade Center
BGI Trade Center
Foto: BGI

Der grüne Handel steht derzeit vielen Unwägbarkeiten gegenüber. Auch der Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels (BGI) greift dieses Thema in einer Pressemitteilung auf: Aufgrund der unterschiedlichen Handhabung der Bundesländer in Bezug auf die Schließung von Bau- und Gartenmärkten, Gartencentern und Blumenfachgeschäften und den Markthandel mit Blumen und Pflanzen sei die aktuelle Situation sehr uneinheitlich, heißt es darin. Die meist überregional und oft auch grenzübergreifend agierenden Großhändler kämpften darum, ständig aktuell informiert zu sein, was sich sehr schwierig gestalte. Dies gelte auch für den Einzelhandel und im Besonderen für die Blumenfachgeschäfte, die vor der wechselnden Nachrichtenlage und der Verunsicherung der Verbraucher kapituliert hätten und teilweise „vorsorglich“ schließen würden.

Aufrechterhaltung der Versorgung

Aufgrund dieser Lage hätten die meisten Schnittblumengroßhändler ihre Fahrverkaufstouren eingestellt. Hier zahle sich die fortgeschrittene Digitalisierung der BGI-Mitglieder aus, so der Verband: Die Webshops liefen, aber auch telefonische Bestellungen seien möglich. Viele Unternehmen stünden ihren Kunden mit eingeschränkten Öffnungszeiten zur Verfügung, Bestellungen würden ausgeliefert oder könnten an den Standorten abgeholt werden. Der Facheinzelhandel, der seine Geschäfte öffnen darf oder seine Dienstleistungen aufrechterhält, könne sich daher mit Blumen und Pflanzen versorgen. "Der für den Großhandel logistische Aufwand kann zwar nicht kostendeckend erfolgen, aber mit Blick auf die schwierige Situation des Blumenfachhandels und die Kundenbeziehungen nach Corona sehen sich eine ganze Reihe von Großhändlern in der Pflicht, die Grundversorgung zu gewährleisten. Hier bewähren sich langfristige Partnerschaften in der Wertschöpfungskette", so der BGI. "Darüber hinaus müssen Lieferketten von der Produktion bis in den Handel aufrechterhalten werden. Die Ware für die nun beginnende Beet- und Balkonpflanzensaison steht bereit und die BGI-Mitglieder unternehmen alles, damit diese Ware im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten den Markt erreicht. Viele Großhandelsunternehmen haben Kurzarbeit angemeldet, einige bilden Teams im Schichtdienst, um eine durchgehende Versorgung auch bei eventuellem Ausfall eines Teams aufrechterhalten zu können."

Soforthilfe und Stärkung der Lieferketten

Weiterhin fordert der BGI ein Corona-Soforthilfeprogramm mit einer nicht rückzahlbaren Förderung. Das könne die Basis aus klein- und mittelständischen Unternehmen, die die Branche prägen, am Leben erhalten werde es Betrieben ermöglichen, ihr Geschäft nach der Krise fortzusetzen.
Auch die Aufrechterhaltung der europäischen und internationalen Lieferketten mit Frischeprodukten über alle Grenzen hinweg sei derzei umso wichtiger. Blumen- und Pflanzen müssen uneingeschränkt zu diesen Frischeprodukten zählen, so der BGI. Neben vielen anderen Themen arbeite man eng mit dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. zusammen und adressiere über diesen die Anliegen der BGI-Mitglieder an die Politik und den Gesetzgeber.

26.03.2020