zurück

Bevh bündelt Forschung über Warenrücksendungen

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) gibt zum Jahresende ein "Retourenkompendium“ heraus. Darin sind Forschungsarbeiten zu betriebswirtschaftlichen, umweltrelevanten, kundenspezifischen und rechtlichen Aspekten im Zusammenhang mit Warenrücksendungen zusammengefasst.

Onlinehändler
Der bevh befasst sich intensiv mit dem Thema Retouren.
Foto: Pixabay

Finden Kunden es richtig, wenn Onlinehändler Maßnahmen ergreifen, weil man regelmäßig sehr viel der bestellten Ware rücksendet? Mit einem klaren „Ja!“ beantwortet dies eine aktuelle Forschungsarbeit von Studierenden, die in Kooperation mit dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) an der Hochschule Darmstadt entstanden ist und im November 2020 im Rahmen den bevh-Retourenkompendiums erscheint. Fast 56 Prozent der befragten Kunden finden das in Ordnung. Nur rund 14 Prozent lehnen es ab, dass Händler etwas gegen so genannten „Vielretournierer“ tun.

Und was können Händler über vorhandene Maßnahmen hinaus unternehmen? Damit beschäftigt sich eine weitere Forschungsarbeit des Kompendiums, die an der Fachhochschule Wedel entstanden ist. Hier wurden vor allem Wege gesucht, Retouren zu reduzieren. Ein Ansatz ist die Idee, Kunden mithilfe eines „CO2-Kontos“ die klimarelevanten Auswirkungen ihres Einkaufsverhaltens im Internet anschaulich zu machen.

„Die öffentliche und politische Diskussion über Retouren im Onlinehandel wird oft emotional und auf Basis persönlicher Überzeugungen und Vermutungen geführt“, so Alien Mulyk, Projektleiterin für das Kompendium. "Mit dem ‚Retourenkompendium‘ wollen wir zu mehr Wissen über diesen kosten- und umweltrelevanten Aspekt des Geschäftsmodells E-Commerce beitragen. So können sich Verbraucher, Unternehmen und die Politik auf Basis von wissenschaftlichen Fakten ein fundiertes Bild machen."

05.08.2020