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BdB beendet ZVG-Mitgliedschaft

Der Bund deutscher Baumschulen e.V. (BdB) und der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) gehen bald getrennte Wege. Eine Fortsetzung der inhaltlichen Zusammenarbeit beider Interessen-Vertretungen wird vom BdB aber ausdrücklich gewünscht.

Helmut Selders
Helmut Selders, Präsident des Bunds Deutscher Baumschulen (BdB)
Foto: BdB

Das BdB-Präsidium hat in seiner Frühjahrssitzung am 18. April 2018 beschlossen, den Austritt aus dem Zentralverband Gartenbau einzuleiten und die ordentliche Mitgliedschaft zu kündigen. Die Entscheidung für die Beendigung der Mitgliedschaft, die diesem Beschluss zu Grunde liegt, wurde am 10. Januar 2018 im Rahmen der Wintertagung des BdB in Goslar durch eine große Mehrheit der Mitglieder getroffen. Der Grund sind inhaltliche und strukturelle Differenzen. Der Austritt erfolgt zum 31. Dezember 2018. Gleichzeitig hat der BdB dem ZVG angeboten, eine assoziierte Mitgliedschaft zu begründen.

Trotz Austritt soll nach dem Willen des BdB-Präsidiums die inhaltliche Zusammenarbeit beider Interessenvertretungen nicht an ihr Ende kommen. Bereits heute arbeiten beide Verbände in der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft zusammen. Auch bei der Initiative „Grün für Stadt und Land“, die vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) und dem BdB ins Leben gerufen wurde, ist eine Zusammenarbeit vorgesehen, da im gestalteten Grün wichtige Aspekte einer lebensfreundlichen Umwelt liegen. Weitere Themen, wie die Zukunft des Ausbildungssystems, der Umgang mit der Pflanzengesundheit und den damit verbundenen Fragen des Pflanzenschutzes oder etwa die große gesellschaftliche Diskussion um die Lebensgrundlagen für Insekten in der freien Natur beschäftigen und betreffen alle grünen Verbände. Bei diesen und vielen anderen Themen ist der BdB begehrter Ansprechpartner der Politik und ist davon überzeugt, dass der gesamte deutsche Gartenbau daraus politisch Nutzen ziehen kann.

Ein weiteres wichtiges Zukunftsprojekt aus Sicht des BdB ist und bleibt das „Grüne Dach“, in dem alle Fachsparten repräsentiert sind. Hier gilt es, die vielversprechenden Ansätze aus dem Jahr 2012 weiter zu verfolgen.

„Ich bin ganz sicher, dass in der augenblicklichen ‚Krisensituation‘ eine große Chance liegt, um uns gemeinsam auf neue Wege in eine gute verbandspolitische Zukunft zu begeben“, kommentiert Helmut Selders, BdB-Präsident, den Austritt aus dem ZVG. „Wir haben bereits umfangreiche Vorkehrungen für eine Selbstständigkeit getroffen wie zum Beispiel der Umzug von Pinneberg nach Berlin, um ganz nah dran am politischen Geschehen in der Hauptstadt zu sein und uns selber politisch zu vertreten. Auch bieten wir bundesweit eine kostenlose Rechtsberatung für unsere Mitglieder an. Und bei der BAMAKA, der führenden Einkaufsgesellschaft der Bauwirtschaft, erhalten unsere Mitglieder Sonderkonditionen beim Kauf von Fahrzeugen, Kraftstoffen und Materialien.“

Ob und wie eine zukünfitge Kooperation möglich ist, bleibt abzuwarten. ZVG-Präsident Jürgen Mertz zur Kündigung des BdB: „Diese Trennung des Mitgliedsverbandes vom Zentralverband ist sehr bedauerlich. Die künftige Zusammenarbeit der Verbände und eventuelle Auswirkungen der Kündigung werden Gegenstand unserer folgenden Gremiensitzungen sein. Selbstverständlich garantieren wir unseren Mitgliedern die Leistungen des ZVG in jedem Fall weiterhin in vollem Umfang."

06.07.2018