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Ambiente unter deutlichem Einfluss von Corona und Sturmtief "Sabine"

Als erste Messe bekam die Ambiente die Auswirkungen von Corona auf das Reiseverhalten zu spüren. Auch "Sabine" machte sich bemerkbar. Der Geschäftstätigkeit vor Ort tat das laut Messe aber weniger Abbruch als erwartet.

Töpfe bei der Ambiete
Auch das Thema "grünes Wohnen" spielt bei der Ambiente eine wichtige Rolle.
Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Pietro Sutera

Trotz schwieriger Vorzeichen reisten rund 108.000 Einkäufer aus knapp 160 Ländern zur Ambiente nach Frankfurt. Etwa 62 Prozent davon kamen aus dem Ausland. Ein Großteil des Besucherrückgangs lässt sich auf den Einfluss von Corona verbuchen. Viele, gerade sehr große deutsche und internationale Handelsunternehmen, hatten ein Reiseverbot für ihre Mitarbeiter ausgesprochen. Das Sturmtief "Sabine" sorgte zudem dafür, dass ab Sonntag deutschland- und europaweit der Flug- und Bahnverkehr teilweise völlig zum Erliegen kam. Die Aussteller hätten sich enttäuscht von der starken Verunsicherung seitens der Besucher und damit vom Fernbleiben unterschiedlichster Handelsformen gezeigt, erklärte die Messe.

Auch für die Vertreter der Gartencenterbranche, die dennoch zur Ambiente gereist waren, zeigten sich am Montag die Auswirkungen. So berichtet etwa Heiko Mencke, Geschäftsführer des Sprockhöveler Gartencenters Mencke, von einer freien Fahrt nach Frankfurt und einem Messetag, an dem alle Händler viel Zeit für ihn gehabt hätten. „Dramatisch ist aus meiner Sicht eher die Macht der Presse, die es schafft, durch offenbar übertriebene Meldungen zu Sturm und Corona eine Weltmesse wie die Ambiente zu massiven Besuchereinbrüchen zu bringen", kritisiert Heiko Mencke.

Alles in allem dennoch zufrieden

„Zwei solche Ereignisse zu einer Messe muss eine Veranstaltung erst einmal verkraften“, so Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. „Aber unsere Aussteller wussten die Situation einzuschätzen. Und die Messebesucher brachten eine positive Stimmung und Orderlust mit nach Frankfurt." Die Zufriedenheitswerte bei den Messebesuchern blieben mit 95 Prozent auf hohem Niveau stabil, wie eine Befragung ergab. Deutliche Verschiebungen zeigten sich aufgrund der besonderen Situation bei den Top-Ten-Besuchernationen. Auf Deutschland folgten hier Italien, Frankreich, Niederlande, Spanien, Großbritannien, Türkei, USA, Russland, Japan und China. Zuwächse gab es in diesem Jahr etwa aus Estland, Japan, Jordanien, Kolumbien, Rumänien und der Türkei.

12.02.2020