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Aussichten in "ultraviolett"

Den achten Besucherrekord in Folge verbuchte der VDG auf seiner 58. Tagung in Bad Neuenahr: 314 Teilnehmer netzwerkten kräftig, hörten den Referenten gespannt zu und ließen sich für ihr Tagesgeschäft vielseitig inspirieren.

314 Teilnehmer nahmen an der diesjährigen VDG Wintertagung teil.
Der VDG wertet die hohe Besucherzahl auf der Wintertagung als Bestätigung seiner Arbeit.
Foto: Markus Howest

"Die Digitalisierung wird uns nicht mehr loslassen" - mit diesen Worten führte Martina Mensing Meckelburg, die wiedergewählte Präsidentin des VDG, in die 58. Fachtagung im voll besetzten Kongressaal ein. Und sie betonte zugleich die große Bedeutung digitaler Services für ein erfolgreiches Geschäft im grünen Handel. Dass hierzu die Nutzung des VDG-Onlineshops olerum.de ein geeignetes Mittel sein kann, um einen weiteren Vertriebskanal zu bespielen, machte VDG Geschäftsführer Peter Botz deutlich. Er rief die Verbandsmitglieder dazu auf, gemeinsam im Verband zu agieren. "Je mehr sich hier vernetzen, umso sichtbarer werden wir sein."

Der Gefäßehersteller Scheurich folgte diesem Ruf bereits, aus gutem Grund wie Geschäftsführer Ulrich Frank klar machte: Vor dem Hintergrund, dass die Digital Natives künftig die Mehrheit der Kunden sein werden, sei es sinnvoll sich zusammenzutun. Der Kunde müsse auf seiner Customer Journey abgeholt werden, vom Erstkontakt bis zum Aftersale, so sein Credo. Dem Beispiel Scheurichs sollen künftig weitere folgen, hofft der VDG und unterstreicht dabei ausdrücklich, dass die Plattform dem stationären Handel dienen soll. Dies funktioniere aber nur, so der Verband, wenn die Kanalverknüpfung gewährleistet ist, da sonst die Warenverfügbarkeit der beteiligten Mitglieder im Onlineshop nicht sichtbar wird.

Einmal mehr zeigte der thematische Fokus der sieben Referenten, wie ernst der VDG seinen Auftrag nimmt, die Mitgliedsbetriebe auf die Herausforderungen des Handels optimal vorzubereiten, sie auch im Jahr der Trendfarbe "ultraviolett" zukunftsfähig zu machen. Etwa durch Erkenntnisse aus der Hirnforschung, die Dr. Hans-Georg Häusel den Kongressteilnehmern bei seiner Reise durch den Kopf des Kunden vermittelte. Weil Emotionen die eigentlichen Antriebskräfte für Kaufentscheidungen sind, gelte es am PoS über alle Sinne Erlebeniswelten zu inszenieren. So werde der Verkäufer im Fachhandel zum Kurator, damit sich der Kunde in der Welt des Shopping zurecht findet, so die Botschaft. des Referenten.

Besonders aufgerüttelt hat die Tagungsteilnehmer der Votrag von Sarah Jürges, einer Vertreterin der Generation Y. Die 30-Jährige machte deutlich, welche Erwartungen diese Generation an die Arbeitgeber hat und woran es hapert, dass sich bisher die Y-Generation wenig für grüne Berufe begeistern konnte. Einerseits liege Grün mit Themen wie Urban Gardening oder DIY voll im Trend, andererseits seien grüne Berufe im Netz kaum präsent, so Jürges. Sie rief dazu auf, grüne Berufe attraktiver zu machen und vor allem dort präsent zu sein, wo die junge Zielgruppe ist. Die Branche müsse den Hype nutzen um die grünen Berufe "cool zu machen", mahnte sie. Mit dem Vortrag hat der VDG bewusst ein Gesicht der jungen Generation zu Worte kommen lassen, weil nur so eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen ist .

Ausführliche Berichte zur VDG-Wintertagung lesen Sie in der März-Ausgabe von markt in GRÜN, die am 7.3.2018 erscheint.

Im Blog von markt in GRÜN finden Sie ein persönliches Resumee der Wintertagung.

17.01.2018