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Indoor-Gärtnern wird smart

Wohin sich das Urban Gardening schon bald entwickeln könnte, hat das belgische Start-Up PlantHive auf der Internationalen Eisenwarenmesse in Köln mit einem Prototypen für ein smartes Indoor-Gewächshaus gezeigt

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Mini-Gewächshaus lässt sich übers Tablet steuern.
Foto: PlantHive

Es fügt sich stylisch in moderne Lebenswelten und hat es in sich: Das Indoor-Gewächshaus PlantHive Alpha benötigt kaum mehr Platz als eine Küchenmaschine und erinnert mit seinem weißen Kunststoffgehäuse eher an eine Musikanlage als eine Indoor-Plantage. Doch eine solche ist es tatsächlich. Und eine besondere noch dazu. Denn die smarte Pflanzstation kann via Handy oder Tablet ganz smart nach dem Bedürfnis der zu hegenden Pflanze ausgesteuert werden, etwa was die Beleuchtung oder Klimaregulation angeht. Und das auf kleinstem Raum.

Urban Farming für Jedermann

Damit will PlantHive nichts Geringeres, als das Domestic Farming revolutionieren, wie Geschäftsführer und Cofounder Vasileios Vallas gegenüber markt in GRÜN erklärt. Denn ausgelegt sei das Mini-Gewächshaus auf die Bedürfnisse moderner Stadtmenschen, die Spaß daran haben, sich ihre Kräuter, Minitomaten, Beeren oder Ähnliches selbst heranzuziehen, auch wenn sie über wenig Platz und kein gärtnerisches Know-how verfügen. Im Gegenteil hegt PlantHive hier sogar den Anspruch, auch erzieherischen Zwecken zu dienen.  

Vision belebt das Geschäft

Im Handel zu haben ist das smarte Gewächshaus derzeit noch nicht. Lediglich zehn Prototypen sind aktuell bei verschiedenen Anwendern im Test. Doch geht es nach PlantHive möchte man schon bald in die industrielle Fertigung einsteigen und auch größere Lösungen umsetzen. Derzeit ist das Start-Up, dessen Gründer gleichzeitig die IoT und Strategie-Consultingfirma Eden Synthetics betreiben, auf der Suche nach Investoren. Gerade hat man eine Foundraising-Kampagne gestartet. Gleichzeitig sind die Belgier offen für strategische Partnerschaften, weswegen sie auch der Einladung des Verbandes der europäischen DIY-Manufacturer, Fediyma, nach Köln gefolgt sind. Hier hatten sie, wie auch 14 weitere Start-Ups, die Möglichkeit, ihr Geschäftsmodell einem entsprechenden Publikum zu präsentieren. Ob man das Alpha bald im Gartenfachhandel wird kaufen können, sei dahingestellt. In die Welt getragen ist die Vision allemal. ko

08.03.2018