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Neuer Ausstellerrekord in Köln

Zum 17. IVG Medientag Garten kamen gestern 54 Aussteller und mehr als 130 Pressevertreter ins Kölner Messezentrum. Ideale Gelegenheit zum regen Ausstausch über Produktneuheiten und Unternehmensstrategien.

IVG Medientag
Die Fach- und Publikumsjournaille kam zahlreich nach Köln.
Foto: IVG

„Mit 54 Ausstellern haben wir auch in diesem Jahr einen neuen Rekord erzielt", sagte Anna Hackstein, Geschäftsführerin beim IVG. Für den IVG ein Beweis dafür, mit der Veranstaltungsreihe eine geeignete Plattform geschaffen zu haben. Und dies so kurz nach der IPM - denn in Essen hatte das Gros der nach Köln gereisten Aussteller bereits die Gelegenheit zum Austausch wahrgenommen. Doch der IVG-Medientag in Köln ist etwas besonderes, darin sind sich die meisten Aussteller einig. Sie schätzen den überschaubaren und entspannten Rahmen, der konzentrierte Gespräche ohne Zeitstress zulässt. Und zudem ie Möglichkeit eröffnet, ins Detail zu gehen. So konnten etwa die Pressevertreter am Stand von Gartengerätehersteller Fiskars die Bandbreite der neuen Geräte gleich persönlich testen.

Iin Köln war auch in diesem Jahr das gesamte Spektrum des Gartenmarktes vertreten.Vom Pflanzenhersteller, Produzenten von Forst-, Garten- und Rasenpflegegeräten, über Hersteller von Garten-Lifestyle-Produkten, bis hin zu Produkten zur Pflanzenpflege, -ernährung und -gesundheit sowie Hersteller von Substraten, Erden und Ausgangsstoffen. Sie präsentierten ihre Unternehmen und Produkte Journalisten aus dem Online- und Print-Bereich, den Fach- und Endverbraucher-Medien sowie mehreren Garten-Bloggern, die in diesem Jahr zum zweiten Mal teilnahmen.

Nicht zu überhören war in Köln das Thema Digitalisierung. Schon Analyst Klaus Peter Teipel hatte einmal mehr in seiner Eingangsrede unterstrichen, wie unausweichlich der Vertriebsweg Internet, insbesondere getriggert durch Amazon, für die Gartenbranche ist. Dieser Tatsache wollen sich immer weniger Hersteller verschließen. Jens Klotmann, Sales Director DACH bei Fiskars Deutschland, korrigierte die 20 Prozent, die Teipel sein Unternehmen betreffend als Amazon-Beispielumsatz ins Feld geführt hatte, zwar nach unten. Klammere man den Großhandel aus, würde Fiskars nur rund 2 Prozent auf der Plattform generieren. Das sei auf Sicht jedoch zu wenig. „Wir gehören nicht zu den Unternehmen, die glauben, das Internet verschwindet wieder“, betonte Klotmann. Er glaubt vielmehr, dass sich die on- und offline-Kanäle gegenseitig befruchten, wenn man den stationären POS durch entsprechendes Marketing und Merchandising stärkt.

So sieht es wohl auch SBM. Technical Marketing Manager Sven Koch gibt Endverbrauchern und Handelskunden dort seit letztem Jahr über WhatsApp Tipps zur Pflanzenpflege. Der Dienst kommt an. „In der Gartensaison wird das leicht zum Fulltime-Job“, so Koch. Der Lohn: Kundenbindung - im E-Commerce ein nicht zu unterschätzendes Gut, wie er findet.

Kettler bedient sich ebenfalls virtueller Welten und bietet seinen Kunden seit diesem Jahr einen Terrassenplaner an. Das Online-Tool soll Endverbraucher bei der Auswahl des für ihr Ambiente passenden Gartenmobiliars unterstützen.

Und Christian Günther, Verkaufsleiter und Produktmanager bei den Einheitserdenwerken Patzer, findet, dass der Gartenhype im Netz der Branche sogar nutzt, weil viel mehr Menschen auf das grüne Thema aufmerksam werden.

Aufmerksam werden sollen die Kunden am POS auch auf das Thema Crosselling. Dies werde nach wie vor zu wenig von den Fachhändlern effektiv verfolgt, so ist zu hören. Doch gerade hier liegt enormes Potenzial für mehr Umsatz.

16.02.2018