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EuroShop 2017

Mit über 113.000 Besuchern und 2.368 Ausstellern endete am 9. März 2017 die EuroShop. Im Fokus standen Digitalisierung, Omnichannel und Emotionalisierung des Shoppingerlebnisses.

Fachbesucherin beim Test vom virtual Showroom
Der Kunde sucht ein Erlebnis. Auf der Euroshop wurde gezeigt wie das geht.
Foto: FF

Die weltgrößte Fachmesse für den Investitionsbedarf des Handels, die EuroShop 2017, ist nach fünf Tagen am Donnerstag in Düsseldorf zu Ende gegangen. In über 18 Messehallen und auf über 127.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigten Hersteller und Produzenten ein breites Spektrum an Produkten, Trends und Konzepten für den Handel. Die alle drei Jahre stattfindende EuroShop  war auch mit einem optimierten Konzept an den Start gegangen. Das verfeinerte Profil bestand aus sieben klar definierten Dimensionen: POP Marketing, Expo & Event Marketing, Retail Technology, Lighting, Visual Merchandising, Shop Fitting & Store Design und Food Tech & Energy Management.

Weitere dominierende Themen der diesjährigen EuroShop waren die fortschreitende Digitalisierung im Handel, maßgeschneiderte Omnichannel-Lösungen und die Emotionalisierung des Shoppingerlebnisses im Ladengeschäft. „Der Kunde erwartet beides, einerseits das Einkaufserlebnis vor Ort, andererseits die Lieferung an die eigene Haustür. Der klassische stationäre Handel baut seine Webshops immer mehr aus und die großen Onlinehändler setzen mehr und mehr auf die Eröffnung eigener Läden“, erklärt Michael Gerling, Geschäftsführer des EHI Retail Institute.

Die EuroShop 2017 untermauerte auch: Das oberste Gebot für die Läden selbst lautet Emotionalisierung pur. Storytelling stand bei vielen Konzepten, Lösungen und Produkten der Messe im Vordergrund. Ob Architektur, Design, Beleuchtung oder die Einbettung modernster digitaler Medien in den Ladenbau, alles muss einer gemeinsamen Dramaturgie folgen, um dem Kunden den gewissen Kick zu geben. So verwundert es nicht, dass gerade das Visual Merchandising für die individuelle Gestaltung von Verkaufsflächen weiter stark an Bedeutung gewinnt. Die Investitionsbereitschaft des Handels in Deutschland hat sich hier branchenübergreifend nahezu verdoppelt, so eine Studie des EHI, die zur EuroShop vorgestellt wurde.

Der Handel investiert aber auch kräftig in LED-Technologie und Kältetechnik. Dies war nicht nur ein weiteres Ergebnis der EHI-Studie, sondern zeigte sich auch in den Messehallen. Energieersparnis und Nachhaltigkeit besitzen für Händler dabei oberste Priorität, weshalb das EuroShop Special „Ecopark“ mit begleitendem Forum hohen Zuspruch fand.

Genaueren Einblick über innovative Hersteller im Ladenbau und welchen Sinn die Digitalisierung macht, finden Sie in der April Ausgabe von markt in GRÜN.

10.03.2017